Sassenberger ist Preisträger bei der Klima Challenge Ruhr
Ex-Lehrer im Einsatz für die Umwelt

Sassenberg -

Josef Strunz ist zufrieden, und das mit Recht. Der pensionierte Lehrer setzt sich für die Umwelt ein und zeigte bei der gerade abgelaufenen Klima Challenge Ruhr, dass Engagement auch belohnt wird.

Freitag, 12.04.2019, 12:00 Uhr
Josef Strunz (r.) baute gemeinsam mit Redakteur Ulrich Lieber ein kleines Insektenhotel.
Josef Strunz (r.) baute gemeinsam mit Redakteur Ulrich Lieber ein kleines Insektenhotel. Foto: Ulrich Lieber

Umweltbewusst war der Sassenberger schon immer, aber durch seine Tochter Sinja (26) wurde er auf den Wettbewerb aufmerksam, bei dem grüne Projekte gefördert werden. „Meine Tochter wohnt auf einem Bauernhof in Bochum. Der Hof war anfangs ziemlich verfallen“, berichtet Strunz . Gemeinsam mit sieben weiteren Bewohnern machte sie das Gelände wieder nutzbar. Es wird dort Gartenbau betrieben, und das Ziel ist es, sich dort selbst zu versorgen. Sie haben dann selbst das Projekt „Wasser für die Gemeinschaft“ vorgeschlagen, um eine eigenständige Wasserversorgung zu schaffen. Ziel war es, eine Fördersumme in Höhe von 7500 Euro zu gewinnen.

Um in den Genuss der Förderung zu kommen, konnten Mitglieder für die Projekte geworben werden, die dann mit eigenen Umweltaktionen Punkte sammelten. Josef Strunz ließ sich da nicht lange bitten und legte los. „Ich habe den Müll an der Versmolder Straße aufgesammelt und war selbst erschrocken, wie viel dort lag.“ In verschiedenen Kategorien holte er weiter fleißig Punkte. Das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen, Fahrrad fahren, Fahrgemeinschaften bilden gehörten zum Bereich „Mobilität“. In der Kategorie „Konsum“ ging es um das Kaufen von regionalen Produkten, plastikfreien Einkauf, Recycling und mehr. „Energie sparen“ brachte weitere Punkte, zum Beispiel für niedrigere Raumtemperatur, Stoßlüften oder weniger Beleuchtung. „Alle Aktionen wurden mit Fotos belegt“, berichtet Strunz.

Am Ende hatte er 2401 Punkte gesammelt und damit den ersten Preis unter allen Förderern erzielt. Dafür gab es auf der Abschlussveranstaltung am Samstag in Dortmund ein besonderes Handy, das unter fairen Bedingungen hergestellt worden und modular aufgebaut worden ist, so dass Einzelteile ausgetauscht werden konnten.

„Ich hatte nur 16 Punkte Vorsprung. Eine Frau hat mich gejagt“, schmunzelt Josef Strunz, der am Ende knapp die Nase vorn hatte. „Ich durfte dann auf der Abschlussveranstaltung in Dortmund reden und habe darauf hingewiesen, dass Nachhaltigkeit sehr wichtig ist und dass ich hoffe, dass jeder etwas von dieser Veranstaltung mitnehmen kann.“

Besonders stolz war natürlich Tochter Sinja, die ihren Papa lobte. Und nicht nur das, es klappte auch mit der Förderung, so dass ihr Projekt nun 7500 Euro Zuschuss erhält.

Wie wichtig ihm die Umwelt ist, beweist Josef Strunz täglich. In der Grundschule bietet der pensionierte Lehrer eine AG zum Bau von Insektenhotels an und freut sich darüber, wie begeistert die Kinder dort mitarbeiten. Auch Redakteur Ulrich Lieber wurde schnell in die Kunst eingeweiht und durfte beim Termin vor Ort mit Josef Strunz ein kleines Insektenhotel in einer Dose bauen und es dann auch mit nach Hause nehmen.

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