Europawahl in der Sekundarschule
Jugendliche wählen schon am Montag

Sassenberg -

Am Montag ist Europawahl – jedenfalls für die Schüler der Klassen acht bis zehn der Sekundarschule.

Samstag, 18.05.2019, 12:00 Uhr
Noch unverplombt war die Wahlurne, die Corinna Aust, Josef Uphoff, Schulleiterin Elisabeth Suer, Martin Kniesel und Claire Mesch bei der Generalprobe in Augenschein nahmen.
Noch unverplombt war die Wahlurne, die Corinna Aust, Josef Uphoff, Schulleiterin Elisabeth Suer, Martin Kniesel und Claire Mesch bei der Generalprobe in Augenschein nahmen. Foto: Ulrike von Brevern

Am Fenster hängt eine große Europafahne, am langen Tisch davor hat der Wahlvorstand, bestehend aus den vier SV-Schülern John Braun, Kim Gnädig, Viktoria Rein und Christopher Bröckers probeweise Platz genommen.

Die Sekundarschule beteiligt sich an dem bundesweiten politischen Bildungsprojekt „Juniorwahl“. Möglichst originalgetreu wird dabei die Wahl simuliert. Die Teilnahme sei trotz frühzeitiger Bewerbung gar nicht einfach gewesen, berichtet die zuständige Fachlehrerin Claire Mesch. Noch immer stehen zahlreiche Schulen in NRW auf der Warteliste. Organisiert wird das Projekt durch den unabhängigen Berliner Verein Kumulus, der für Unterrichtsmaterialien und Ausstattung der Wahllokale sorgt.

So liegen Stimmzettelzettel schon bereit mit genau den gleichen Auswahlmöglichkeiten wie bei der offiziellen Wahl am Sonntag in einer Woche. Gegenüber stehen zwei Wahlkabinen. Einzig die Wahlurne muss noch verplombt werden, dann kann es losgehen. Bürgermeister Josef Uphoff und Sassenbergs Wahlleiter Martin Kniesel , die am Freitag an der Generalprobe vor der eigentlichen Wahl teilnahmen, zeigten sich beeindruckt. Vielleicht trage die intensive Beschäftigung mit dem Thema Wahl dazu bei, für die Kommunalpolitik Nachwuchs zu finden, regte Uphoff an. Kniesel hoffte in seiner Eigenschaft als Wahlleiter der Stadt, dass die Juniorwahl positive Auswirkungen auf die Beteiligung an der Original-Europawahl am Sonntag haben könnte.

Die knapp 300 Junior-Wahlberechtigten, die am Montag zur Stimmabgabe aufgerufen sind, haben sich gründlich auf die Entscheidung vorbereitet. Sowohl die europäischen Institutionen als auch die europäischen Staaten und ihre Parteien haben sie im Unterricht kennengelernt. Der Wahl-O-Mat im Internet sei eine gute Hilfe gewesen, die eigene Position zu finden, bestätigt der Wahlvorstand.

Nach vier Schulstunden wird der Wahltag vorbei sein. Danach geht der Wahlvorstand ans Auszählen, muss allerdings bis zum Schließen der offiziellen Wahllokale am Sonntag um 18 Uhr Stillschweigen bewahren. Bei der letzten Juniorwahl, so berichtet die Fachlehrerin Corinna Aust, habe das Ergebnis vor dem Komma genau mit dem offiziellen Wahlergebnis übereingestimmt.

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