Erstes Sassenberger Bürgerefest
Fürstbischof gibt sich die Ehre

Sassenberg -

Im Hof der Gebrasa wartete am Samstagabend ein abwechslungsreiches Programm mit jeder Menge Lokalkolorit auf die Besucher. Initiator Dr. Heinz-Josef Breuer hatte alle Sassenberger zum ersten Bürgerfest in historisch bedeutsamer Umgebung eingeladen. Dazu fand sich sogar ein besonderer Ehrengast ein: Fürstbischof von Galen kam nach mehr als 300 Jahren zurück in „seine“ Stadt.

Montag, 01.07.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 16:41 Uhr
Ein echtes Heimspiel hatten die Musiker des Gebrasa-Blasorchesters unter der Leitung von Christian Borgmann. Viele Gäste waren in den Innenhof der einstigen Firma Rath gekommen.
Ein echtes Heimspiel hatten die Musiker des Gebrasa-Blasorchesters unter der Leitung von Christian Borgmann. Viele Gäste waren in den Innenhof der einstigen Firma Rath gekommen. Foto: Christopher Irmler

Besser hätte die Premiere des Fests wohl kaum verlaufen können: Bei hochsommerlichen Witterungsbedingungen begrüßte Initiator Dr. Heinz-Josef Breuer viele Gäste zum ersten Sassenberger Bürgerfest.

Im Hof der einst die Entwicklung der Stadt prägenden Firma Gebrasa wartete am Samstagabend ein abwechslungsreiches Programm mit jeder Menge Lokalkolorit auf die Besucher. Den Anfang machte die neu formierte Formation „Jaumäntoah“, die mit plattdeutschem Liedgut zu überzeugen wusste. Die Idee für die neue Musiker- und Sängergruppe kam von Ludger Schmidt. Alle Aktiven sind Mitglieder des Heimatvereins. Der Auftritt im Rahmen des Bürgerfests soll erst der Anfang gewesen sein; weitere Auftritte sind in Planung.

Ohnehin ging es am Samstagabend sehr musikalisch zu. Das Gebrasa-Blasorchester, das quasi ein Heimspiel hatte, tauschte den Probenraum in der Alten Haspelei gegen die Bühne im Innenhof. Zwischendurch nahm Gastgeber Dr. Breuer selbst am Keyboard Platz und sorgte mit seinem Spiel für Abwechslung. Und auch der Fanfarenzug der Sassenberger Landsknechte bereicherte das Fest musikalisch.

Zudem fiel den Musikern eine besondere Aufgabe zu. Initiator Dr. Heinz-Josef Breuer hatte im Vorfeld einen besonderen Ehrengast angekündigt. Gegen 22 Uhr betrat im Gefolge der Landsknechte eine historische Persönlichkeit der Stadtgeschichte jenen Ort, an dem einst der Grundstein für das heutige Sassenberg gelegt wurde.

Hauptamtsleiter Martin Kniesel schlüpfte kurzerhand in die Rolle von Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen (1606 bis 1678). Klar, dass Klaus Seul in seinem Interview viele Fragen einfielen. „Sie haben eine sehr lange Reise hinter sich“, begrüßte er den Würdenträger. Schließlich kehrte der Fürstbischof nach 341 Jahren in die einstige Residenzstadt zurück, um die Huldigungen des Volkes entgegen zu nehmen. In der Folge meisterte von Galen so manch kritische Frage. Etwa jene zu seinem Werdegang und seiner protestantischen Herkunft.

Parallel zum Bühnenprogramm lief der große Losverkauf. Die Gewinner freuten sich über 50 Liter Bier, einen Münsterländer Frühstückskorb oder Frühstücksgutscheine in den heimischen Bäckereien.

Bei den Besuchern kam das Bürgerfest bestens an. Sie genossen es offenkundig, in entspannter Atmosphäre seinen lauen Sommerabend zu genießen und sich auszutauschen.

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