Kinderbelustigung beim Schützenfest
Damit der Nachwuchs Spaß hat

Sassenberg -

Der Sonntag ist im Rahmen des Sassenberger Schützenfestes seit vielen Jahren Familientag. Denn an diesem Tag liegt der Schwerpunkt mit dem Kinderkönigsschießen und der Belustigung bei den jungen Besuchern am Brook.

Freitag, 05.07.2019, 12:00 Uhr
Martin Arenhövel, Ernst Rath, Günter Walter und Bernhard Kunstleve engagieren sich seit Jahren in der Kinderbelustigung im Rahmen des Schützenfestes.
Martin Arenhövel, Ernst Rath, Günter Walter und Bernhard Kunstleve engagieren sich seit Jahren in der Kinderbelustigung im Rahmen des Schützenfestes. Foto: Marion Bulla

Das hat lange Tradition im 180 Jahre alten und aktuell 2123 Mitglieder starken Bürgerschützenverein und ist auch heute noch die tragende Säule. 35 Jahre, nämlich von 1983 bis 2018, zeichnete Günter Walter für die Organisation verantwortlich. Jetzt gab er sein Amt ab. Jens Kuhlenkötter wird in diesem Jahr beim Aufbau und bei der Organisation der Kinderbelustigung helfen.

Was aber hat sich geändert im Vergleich zu gestern und heute? Zunächst einmal der Standort. Wo die Kinder früher am Bolzplatz hinter dem Freibad ihren Spaß hatten, ist es heute ein Teil der Schützenwiese, die zu einem großen Spielplatz umfunktioniert wird. „Die Kinder trugen damals eine Schnur mit Trinkbecher um den Hals“, erinnert Ehren-General Ernst Rath sich lachend. Der heute 86-Jährige hatte sich viele Jahre, von 1963 bis 1996, für die Bespaßung der Kinder eingesetzt und unter anderem die Krönung zelebriert. Im Angebot waren Stangenklettern, Wannenspringen, Sacklaufen, Dosen werfen und das Schießen mit Pfeil und Bogen. Auch eine große Wippe, Sandkasten und ein Karussell bewahrte die Kinder und Jugendlichen vor der Langeweile. Einiges gibt es heute nicht mehr, dafür ist aber die beliebte Carrera-Bahn und die sichere Variante des Laser-Schießens hinzugekommen.

Von Anfang an gibt es eine spezielle Kommission, die zuständig für die Kinderbelustigung ist. Im Vorstand waren zunächst Hermann Meinersmann, dem 1965 Theodor Hülsmann folgte, später dann August Korte und Martin Arenhövel. Seit 14 Jahren ist Bernhard Kunstleve Chef des Komitees. Er hat im Übrigen von Bernie Pollmeier auch die Aufgabe übernommen, den Kindervogel zu bauen.

„Das Kinderschützenfest wird noch heute sehr gut angenommen. Damals war es eher ein Jugendkönig. Heute sind es Kinder ab zehn Jahren, die die Königswürde tragen. Das Alter hat sich verjüngt“, bemerkt Kunstleve. Besonders freue er sich, dass es seit zehn Jahren sogar eine Kinder-Kompanie gebe, die mit etwa 100 Kindern mitmarschiert.

Vorher wurde zudem mit Pfeil und Bogen geschossen. Jetzt dürfen die jungen Schützen seit den 1960er-Jahren ab einem gewissen Alter mit dem Luftgewehr auf die kleinere Version des hölzernen Vogel schießen. Auch gibt es ein Sterne-Schießen. Für jeden getroffenen Stern wurde ihnen eine D-Mark ausgezahlt. Heute gibt es für die Treffer einen Euro.

Das Zeremoniell ist aber im Großen und Ganzen geblieben: Der Kinderschützenkönig wählt sich eine Königin und die Insignienschützen bilden mit ausgesuchten Partnern den Kinderthron. Diese Gesellschaft wird im Rahmen einer feierlichen Zeremonie gekrönt. Auch heute noch nimmt der Kinderthron in einer eigenen Kutsche am großen Festumzug am Schützenfestmontag teil, und der Kinderkönig trägt für ein Jahr die Kinderkönigskette, die Heinz Scheffer 1994 gestiftet hatte. Die Kinderbelustigung ist übrigens für alle da. Auch Nichtschützen und Auswärtige sind willkommen, wenn es vom 13. bis 15. Juli im Brook wieder hoch her geht.

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