70 Jahre Neubeginn des Schützenvereins Sassenberg
Anekdoten ausgetauscht

Sassenberg -

70 Jahre ist es her, dass nach dem Ende des zweiten Weltkrieges erstmals wieder Schützenfest gefeiert werden konnte. „Damals wurde im Garten von Börding gefeiert“, erzählt August Meinersmann.

Samstag, 13.07.2019, 07:24 Uhr aktualisiert: 13.07.2019, 07:30 Uhr
Erinnerungen an das Schützenfest vor 70 Jahren tauschten aus (hinten v. l.): Heinrich Kortenbreer, Theo Sparenberg, Bernhard Eggersmann, Alfred Arthkamp sowie König Bernhard Kunstleve und vorne v. l.: Wilhelm Tönnemann, Karl Roß, Willi Hartmann und August Meinersmann.
Erinnerungen an das Schützenfest vor 70 Jahren tauschten aus (hinten v. l.): Heinrich Kortenbreer, Theo Sparenberg, Bernhard Eggersmann, Alfred Arthkamp sowie König Bernhard Kunstleve und vorne v. l.: Wilhelm Tönnemann, Karl Roß, Willi Hartmann und August Meinersmann.

Zusammen mit zwölf weiteren Schützenbrüdern kann Meinersmann in diesem Jahr seine 70-jährige Vereinsmitgliedschaft feiern. Grund genug für den Schützenvorstand mit Frank Deitert und König Bernhard Kunstleve, die Jubilare jetzt im Vorfeld des Schützenfestes zu einem geselligen Nachmittag ins Café Arenhövel einzuladen und ihnen als Dank für die Treue zum Sassenberger Traditionsverein eine Glastrophäe zu überreichen.

„Die vergeben wir heute erstmalig“, unterstreicht Vorstandsmitglied Frank Deitert. Vereinzelt hatte es früher schon einmal Schützen gegeben, die mit einem Orden für 75-jährige Vereinstreue ausgezeichnet worden seien, weiß er. Klar, dass bei einem solchen Treffen bei Kaffee und Kuchen (und später auch Bier) so manche Anekdote vom ersten Schützenfest im Jahr 1949 und späteren Feiern auf den Tisch kamen.

Einen hölzernen Vogel habe es beim ersten Fest nach dem zweiten Weltkrieg nicht gegeben, wissen die Jubilare. Stattdessen habe man mit der Armbrust auf einen Gipsvogel geschossen – mit einem glücklichen ende für August Hölscher, der als König des Jahres in die Vereinsannalen einging. Dort ist mit Heinz Venhaus auch einer der Jubilare verzeichnet. Ihm war es 1949 nämlich gelungen, den Reichsapfel zu erringen. Triumphe, die mit deutlich weniger Bier als zur heutigen Zeit gefeiert wurden. Auch auf dem Schützenfest seien damals „Kurze“ getrunken worden – und Wein. Manchmal sogar welcher ohne Etiketten. In einem Jahr nämlich hätten sich die im kühlenden Wasserbad von den Flaschen gelöst und die Bedienungen vor große Herausforderungen gestellt, die richtigen Flaschen wiederzufinden.

Auf 70 Jahre im Bürgerschützenverein Sassenberg können in diesem Jahr Alfred Arthkamp, Bernhard Eggersmann, Josef Fischer, Wilhelm Hartmann, Willi Hülshörster, Heinrich Kortenbreer, August Meinersmann, Josef Ostkamp, Karl Roß, Theodor Sparenberg, Rudolf Strickmann, Wilhelm Tönnemann und Heinz Venhaus zurückblicken. Natürlich sind die Jubilare nicht nur zum Kaffeetrinken bei Arenhövel willkommen. „Wir sehen uns im Brook“, luden König Bernhard Kunstleve, Vorstandsmitglied Frank Deitert und Gastgeber Martin Arenhövel auch zum Schützenfest ein.

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