Erste-Hilfe-Kursus für Kinder im Pfarrheim
Im Ernstfall richtig handeln

Sassenberg -

Was können Ersthelfer bei einem Unfall tun und welche Maßnahmen kann jeder ergreifen, bis der Rettungstransportwagen eintrifft? Am Donnerstag standen genau diese Fragen im Fokus eines Erste-Hilfe-Angebots für Kinder. Mechthild Gersmann, Ausbilderin beim Malteser Hilfsdienst in Warendorf, freute sich über das rege Interesse der Mädchen und Jungen im katholischen Pfarrheim. Helfen, so machte Gersmann gleich zu Beginn deutlich, könne jeder.

Mittwoch, 14.08.2019, 08:30 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 17:24 Uhr
Mechthild Gersmann, Ausbilderin beim Malteser, gibt den Teilnehmern wichtige Infos darüber, wie man sich als Ersthelfer richtig verhält. und so Leben retten kann.
Mechthild Gersmann, Ausbilderin beim Malteser, gibt den Teilnehmern wichtige Infos darüber, wie man sich als Ersthelfer richtig verhält. und so Leben retten kann. Foto: Christopher Irmler

Zunächst gelte es jedoch, die Unfallstelle abzusichern, um nicht selbst in Gefahr zu geraten. „Sprecht andere Menschen direkt an und gebt klare Anweisungen, wer den Notruf absetzen soll. Leider kommt es viel zu oft vor, dass niemand die 112 alarmiert, weil jeder glaubt, ein anderer werde sich schon kümmern.“ Anhand gezielter Fragen würden sich die Verantwortlichen in der Leitstelle in Warendorf ein erstes Bild von der Situation machen.

Allein die Anwesenheit eines Helfers könne die verunglückte Person beruhigen. „Ganz wichtig ist, dass jemand dabei bleibt, bis der Rettungsdienst kommt. Das ist Erste Hilfe, die jeder von uns leisten kann.“ Im Verlauf des rund dreistündigen Unterrichts übten die Kinder auch das Anlegen von Verbänden, die Wiederbelebung und wie Verunglückte in die stabile Seitenlage gebracht werden können. Nützlich war hierbei Puppe „Anne“, die als „Assistentin“ eingesetzt wurde.

Zugleich sensibilisierte Gersmann die Gruppe für die Unterscheidung zwischen ernsten Notfällen und harmloseren Problemlagen. Mitunter reiche das Aufsuchen der nächsten Arztpraxis völlig aus, nicht immer müssten direkt RTW und Notarzt ausrücken. „Ein Notfall ist immer dann, wenn lebenswichtige Funktionen gestört sind.“

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