Teakwondo in den Ferien
Mädchen gelingen schnell erste Treffer

Füchtorf -

Es war eine ungewöhnliche und spannende Herausforderung, der sich am Freitag neun Mädchen stellten. Die Kolpingsfamilie hatte einen Selbstbehauptungskursus ermöglicht. Nun begrüßte sie Ali Ince in der Sporthalle der Grundschule. Ince ist beim SC Glandorf stellvertretender Abteilungsleiter im Bereich Taekwondo und brachte den Teilnehmerinnen die südkoreanische Kampfsportart näher.

Montag, 19.08.2019, 14:43 Uhr aktualisiert: 25.08.2019, 20:11 Uhr
Unter der Anleitung von Ali Ince (SC Glandorf) erlernten die Teilnehmerinnen die ersten Schritte bei der aus Südkorea stammenden Kampfsportart Taekwondo.
Unter der Anleitung von Ali Ince (SC Glandorf) erlernten die Teilnehmerinnen die ersten Schritte bei der aus Südkorea stammenden Kampfsportart Taekwondo. Foto: Christopher Irmler

Zunächst ging es um die in ähnlicher Form auch aus dem Karatesport bekannte Farben- und Gurtlehre. Alles beginnt mit dem weißen Gurt. „Erstmal wird fleißig trainiert. Nach drei oder vier Monaten kann dann die erste Prüfung abgelegt werden.“ Es folgen Gurte in weiß-gelb, gelb, später in grün und blau, bis die Prüfung vom rot-schwarzen zum schwarzen Gürtel abgelegt werden kann. „Es ist ganz ähnlich wie beim Führerschein. Man muss erst einmal zugelassen werden. Daher muss man wirklich fleißig trainieren und geduldig bleiben.“ Im Mittelpunkt des Sports stünden Konzentration und Disziplin. Mit einer wilden Abfolge von Schlägen und Tritten habe die südkoreanische Kampfsportart nichts zu tun – im Gegenteil.

„Taekwondo ist zwar eine Kampfsportart, aber es soll Sport bleiben. Das ist ganz wichtig. Wir wollen uns nicht gegenseitig verletzen“, legte Ali Ince großen Wert auf Fairness, klare Regeln und Sportsgeist. Das Tragen von Ohrringen oder anderem Schmuck ist aufgrund der Verletzungsgefahr nicht gestattet.

Schritt für Schritt lernten die Mädchen nach dem Aufwärmen die traditionelle Aufstellung sowie die dazugehörige Begrüßung kennen. Eine Eigenart des Taekwondo fiel dabei auf. „Es wird nicht gequatscht. Denn das würde nur stören und unnötig ablenken.“

Nach einigen Übungsläufen beherrschten die Mädchen die Kampfstellung in Form eines „L“. Nun zahlten sich auch die umfangreichen Aufwärmübungen aus. Spielend leicht gelang den Kindern ein zielsicherer Treffer auf den entsprechend gehaltenen Handschuhen.

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