Neuer Kunstrasenplatz für den VfL
Kork-Granulat erhöht die Kosten

Sassenberg -

Nachdem endlich ein Standort in der Nähe der Schützenhalle im Brook für den neuen Kunstrasenplatz des VfL Sassenberg gefunden worden ist, geht es nun in die aktuellen Planungen.

Freitag, 27.09.2019, 07:00 Uhr
Ohne Granulat geht es auf einem Kunstrasenplatz nicht. Allerdings darf künftig kein Feinplastik mehr verwendet werden, so dass Vereine und Kommunen auf Kork-Granulat umschwenken müssen. Das ist jedoch wesentlich teurer.
Ohne Granulat geht es auf einem Kunstrasenplatz nicht. Allerdings darf künftig kein Feinplastik mehr verwendet werden, so dass Vereine und Kommunen auf Kork-Granulat umschwenken müssen. Das ist jedoch wesentlich teurer. Foto: via www.imago-images.de

Der Platz ist der Ausgleich für den Rasen-Sportplatz an der Sekundarschule, der dann zu Bauland werden soll. Die erste Kostenschätzung für den Kunstrasenplatz liegt bei 579 000 Euro.

Diplom-Ingenieur Michael Bollweg vom Büro Frilling und Rolf stellte im Infrastrukturausschuss am Mittwoch die Planungen und Ausbaukosten vor. Das Thema Wasser spielt dabei eine große Rolle. Die Entwässerung des Platzes sol über Drainageleitungen erfolgen und in den Regenwasserkanal abgeleitet werden.

Damit der Platz von den Baufahrzeugen erreicht werden kann, muss eine provisorische Baustellenzufahrt über das Gelände des Schützenvereins eingerichtet werden. Die Schotterstraße ist notwendig, da die spätere Zufahrt zum Platz zu schmal ist und durch die Baufahrzeuge zu sehr in Mitleidenschaft gezogen würde. „Das ist die günstigere Lösung“, versicherte Bollweg.

Das Bodengutachten habe ergeben, dass bis 80 Zentimeter Tiefe schluffiges Material vorhanden sei, das raus muss. Es soll durch Feinsand ersetzt werden, wob rund 4000 bis 4500 Kubikmeter benötigt würden. Die Preise seien derzeit schwer abzuschätzen und lägen zwischen acht und 14 Euro je Kubikmeter.

Neben den massiven Erdbewegungen ist die Feinplastikdiskussion ein weiterer Knackpunkt. Es darf nur noch Kork als Granulat genutzt werden, und der Korkpreis geht natürlich entsprechend in die Höhe. „Die Tonne Kork kostet derzeit rund 3500 Euro, und es werden sechs Tonnen benötigt“, erklärte Bollweg. Dadurch werde auch der gesamte Platz insgesamt teurer.

Zu den Kosten für den Platz kommen weitere Kosten für die Stellplätze, die bislang noch nicht eingerechnet worden sind. Gespart wird aber bei den Toren und den Zäunen, die vom alten Platz an der Schule übernommen werden können. Das gilt auch für die Beleuchtungsanlage, doch da sei noch nicht sicher, ob die Beleuchtung für den neuen Platz ausreicht. Lediglich die Auffangnetze entsprechen nicht dem Standard, denn sie sind nur vier Meter hoch. „Sie müssen sechs Meter hoch sein. Es will sicher niemand die Bälle im Wald suchen.“

Peter Holz (FWG) fragte nach, ob das schluffige Material wirklich entfernt werden muss oder ob es eine Möglichkeit gibt, dass es drin bleibt. Am Ende stimmte der Ausschuss dem Kostenplan unter der Voraussetzung zu, dass dieser Punkt vom Ingenieurbüro noch einmal geprüft wird.

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