Vogelschau in der Schützenhalle
Wie ein Besuch im Zoo

Sassenberg -

Zahlreiche Besucher nutzten am Wochenende die Gelegenheit, um sich die Vogelschau in der Sassenberger Schützenhalle anzusehen.

Montag, 07.10.2019, 07:00 Uhr
Die Vereinsmitglieder waren stolz auf ihre aufwendig gestaltete Vogelschau, die vom stellvertretenden Bürgermeister Martin Arenhövel (r.) eröffnet wurde.
Die Vereinsmitglieder waren stolz auf ihre aufwendig gestaltete Vogelschau, die vom stellvertretenden Bürgermeister Martin Arenhövel (r.) eröffnet wurde. Foto: Ulrike von Brevern

„Ich liebe es im Zoo“, jubelt die kleine Zoé und dreht sich vor dem kleinen Ententeich glücklich in der Sonne. „Zoo“, damit meinte sie in diesem Fall die Vogelschau des Vogelvereins Sassenberg. Angesichts der naturnah gestalteten Volieren und der exotischen Vogelstimmen, die von allen Seiten her erklangen, war die junge Ottmarsbocholterin nicht die erste, die sich an einen Zoologischen Garten erinnert fühlte.

Die Vogelfreunde hatten rund eine Woche gebraucht um die nüchterne Schützenhalle im Brook und das angrenzendes Freigelände zu verwandeln. Rund um die lebensnah gestalteten Habitate sorgte konturgeschnittener Rollrasen mit fröhlichen Sonnenblumen für Parkatmosphäre. „Mit wieviel Liebe das alles hier gestaltet ist – wunderschön!“, bewundert die Brandenburgerin Heidi Reinhold das sehenswerte Ergebnis der Arbeit.

Es sei bemerkenswert, was der Verein so für die Stadt schaffe, lobte der stellvertretende Bürgermeister Martin Arenhövel in seinem Grußwort: „Sie holen einmal im Jahr in puncto Vögel den Zoo nach Sassenberg.“

„Was wir zeigen, sind wir“, konterte der Vereinsvorsitzende André Venneker stolz und bescheiden zugleich. Im Unterschied zu anderen gehe es dem Verein mit seiner Vogelschau nicht um die Bewertung züchterischer Leistung. Ausgestellt werde das breite Spektrum an Tieren, die von Vereinsmitgliedern selbst gezogen und gepflegt werden, vom Ziergeflügel bis zu sehr ausgefallenen Exoten. „Wir wollen Spaß haben“, nannte er die Grundmotivation des Vereins.

Blickfänge waren nicht nur die leuchtend roten afrikanischen Ibisse mit ihren langen, krummen Schnäbeln, sondern der stolze Wiedehopf mit seinen etwas nervösen Bienenfresser-Kollegen, die ein befreundeter Züchter aus Metelen zur Verfügung gestellt hatte. Viel Aufmerksamkeit zogen die handaufgezogenen Aras von Martin Moll auf sich, die auch außerhalb der Volieren zu bestaunen waren. Während das ältere der beiden Küken auf Molls Unterarm erste Flugübungen absolvierte, kuschelte sich das jüngere noch zutraulich in die Hand der zweiten Vorsitzenden Edeltraud Palesch. Zwischen dem leuchtend bunten Gefieder blitzten hie und da noch Reste des Kükenflaums hervor.

Bei den Töchtern des stellvertretenden Bürgermeisters sorgten die Eulen im Außengelände für besondere Aufmerksamkeit. „Wie die Hedwig von Harry Potter“, befanden sie begeistert den kleineren, sibirischen Uhu mit der Schneeeule des Magiers durchaus vergleichbar. Und auch damit waren sie nicht alleine.

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