Infoabend zum Smartphone
Gewaltvideos werden unkompliziert verbreitet

Sassenberg -

Für Jugendliche, aber auch viele Kinder, ist das Smartphone aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Spielend leicht beherrschen sie die mobilen Endgeräte und nutzen dabei auch diverse Apps. Was genau sie mit ihren Smartphones machen, bleibt so manchem Elternteil ein Rätsel. Grund genug, Experten ins Boot zu holen.

Samstag, 12.10.2019, 11:00 Uhr
Melanie Ossenbrink (Kreispolizei Warendorf) referierte auf Einladung von Schulleiterin Elisabeth Suer und Schulsozialarbeiterin Tanja Feldmann in der Mensa der Sekundarschule.
Melanie Ossenbrink (Kreispolizei Warendorf) referierte auf Einladung von Schulleiterin Elisabeth Suer und Schulsozialarbeiterin Tanja Feldmann in der Mensa der Sekundarschule. Foto: Christopher Irmler

So begrüßte Schulleiterin Elisabeth Suer Kriminalhauptkommissarin Melanie Ossenbrink vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz Warendorf als Referentin in der Mensa der Sekundarschule. „Was ist los im Smartphone meines Kindes?“ lautete der Titel des sehr gut besuchten Elternabends. Schulleiterin Suer und Schulsozialarbeiterin Tanja Feldmann freuten sich über rund 100 Voranmeldungen – relativ gleich über alle Jahrgänge verteilt.

Ossenbrink stellte den Eltern zunächst bei Kindern und Jugendlichen beliebte Dienste vor – und was sie dabei unter anderem zu sehen bekommen. „Dieser Bereich wandelt sich rasant.“

Angefangen bei der gerade bei 12- bis 19-Jährigen extrem beliebten Videoplattform Youtube, über Instagram, Snapchat und Tik Tok gab Ossenbrink wichtige Hinweise und wies auf Risiken hin. Für viele Jugendliche gehöre es einfach dazu, sich in den sozialen Medien zu präsentieren und darzustellen. Umso wichtiger sei es, die Privatsphäre-Einstellungen im Blick zu behalten, um sich vor Missbrauch zu schützen. Für Verunsicherung sorge bei jüngeren Kindern die Verbreitung von Kettenbriefen – etwa bei Whatsapp. „Viele, die erstmals ein Handy haben, kennen das Phänomen noch nicht und sind entsprechend schockiert.“

Eine weitere negative Begleiterscheinung der neuen Medien sei auch die relativ unkomplizierte Verbreitung von Gewaltvideos. Apropos Verbreitung: Das heiße nicht nur, das entsprechende Video weiter zu versenden. Es reiche schon, das Video dem Sitznachbarn zu zeigen.

Das Verbreiten von Nacktaufnahmen – etwa durch enttäuschte Ex-Partner – sei unter jüngeren Heranwachsenden im Kreis ein eher seltenes Phänomen, komme jedoch auch immer wieder vor. Eltern, auch das wurde an diesem Abend klar, können sich nicht zurücklehnen und betonen, nicht ganz so „fit“ im Bereich der Smartphones zu sein wie der eigene Nachwuchs. „Es ist wichtig, achtsam zu sein und nicht zu sagen, dass das Kind sich ohnehin besser mit der Technik auskenne. Eltern sollten sich immer mit ihren Kindern auseinandersetzen und das Gespräch suchen.“

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