Mitspracherecht vor Ort
FDP wünscht sich Jugendparlament

Sassenberg / Füchtorf -

Vor allem die Bewegung „Fridays for Future“ hat Jugendliche dazu gebracht, sich wieder stärker am politischen Geschehen zu beteiligen. Deshalb wünscht sich die FDP vor Ort ein Jugendparlament. Einen entsprechenden Antrag schickten die Liberalen jetzt an Bürgermeister Josef Uphoff.

Mittwoch, 23.10.2019, 08:00 Uhr
Junge Gesichter: Vor allem die Bewegung „Fridays for Future“ hat die Jugendlichen mobilisiert, sich wieder stärker politisch zu engagieren. .
Junge Gesichter: Vor allem die Bewegung „Fridays for Future“ hat die Jugendlichen mobilisiert, sich wieder stärker politisch zu engagieren. Foto: dpa

Die Orts-FDP wünscht sich ein Jugendparlament für Sassenberg und den Ortsteil Füchtorf. Einen entsprechenden Antrag hat Vorsitzender Johannes Philipper jetzt bei Bürgermeister Josef Uphoff eingereicht.

„Im letzten Jahr hat der WDR eine große Studie über die Zusammensetzung von Räten in NRW gemacht“, begründet Philipper den Vorstoß der Liberalen. „Ein Ergebnis dieser Analyse war das sehr hohe Alter in den Räten und der fehlende Nachwuchs.“

Parallel zu diesem Kritikpunkt suchten viele Jugendliche – nicht zuletzt seit „ Fridays for Future “ – eine Möglichkeit, sich politisch zu engagieren und ihre Ideen einzubringen. Die FDP vor Ort finde: „Ein Jugendparlament ist eine gute Möglichkeit, Jugendliche in die Lokalpolitik mit einzubinden und mehr für Politik zu begeistern.“

Die Liberalen haben auch schon konkrete Ideen zu möglichen Aufgabengebieten. So könne ein Jugendparlament beispielsweise den Klimaschutz- oder Heimatpreis vergeben oder zu allen jugendrelevanten Themen angehört werden.

Auch zur Gründung hat sich die FDP bereits Gedanken gemacht. „Initial sollte das Parlament durch die Stadt und die politischen Parteien besetzt werden. So könnte jede Partei zum Beispiel drei Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren berufen, die das erste Parlament bilden. Dieses kann dann darüber entscheiden, wie das zukünftige Parlament sich zusammensetzen und gewählt werden soll.“

Die Politik solle im Vorfeld möglichst auch schon Themen abstimmen, in die das Jugendparlament mit einbezogen werden soll.“

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