Offene Kirche zum Allerheiligenmarkt
„Jedem ist etwas heilig“

Sassenberg -

Als Johannes Lohre vor zwei Jahren nach Sassenberg kam, da war er sehr verblüfft, dass die Kirche am Allerheiligenmarkt geschlossen war. „Die Stadt ist voll, das muss man doch nutzen“, sagt Lohre.

Donnerstag, 31.10.2019, 08:00 Uhr
Ein roter Teppich lädt die Besucher am Samstag in die Kirche ein. Das Orga-Team (v. l.): Marlies Krassort, Martina Gausepohl und Johannes Lohre. Es fehlen Hildegard Heitland und Marie Recker.
Ein roter Teppich lädt die Besucher am Samstag in die Kirche ein. Das Orga-Team (v. l.): Marlies Krassort, Martina Gausepohl und Johannes Lohre. Es fehlen Hildegard Heitland und Marie Recker. Foto: Ulrich Lieber

In diesem Jahr startet er darum gemeinsam mit dem Liturgieausschuss einen ersten Versuch. Unter dem Titel „Alle heilig?!“ laden die fünf Organisatoren zur offenen Kirche ein. Am Samstag, 2. November, werden von 15.30 bis 17 Uhr verschiedene Stationen in der Kirche angeboten, die entweder einzeln oder auch als Rundgang genutzt werden können. „Es ist ein Ausprobieren“, sagt Martina Gausepohl , die die Menschen im Alltag abholen will. „Wir müssen das Leben im Blick haben, und da ist noch Luft nach oben“, gibt sich Johannes Lohre selbstkritisch.

Drei Stationen werden am Samstag angeboten, die durch verschiedene Objekte, Lichteffekte und zeitgemäße Musik in Szene gesetzt werden. Die Besucher können dort zum Beispiel Kerzen für eine verstorbene oder nahe stehende Person anzünden. „Es ist eine einfache Hinführung. Was ist mir heilig? Damit kann jeder etwas anfangen, denn jedem ist etwas anderes heilig“, glaubt Lohre. Für den einen sei es der Fußball, für den anderen der Feierabend oder das Wochenende. Er möchte auch viele Menschen erreichen, die sonst nicht viel mit Glauben oder Kirche zu tun haben. „Das ist unsere Zielgruppe und die empfangen wir mit einem roten Teppich“, zeigt er auf einen langen roten Läufer, der mit „ALLE HEILIG ?!“ und einem Pfeil in Richtung Kirchentür beschriftet ist.

Nach dem Besuch der Kirche erhält jeder noch ein kleines Giveaway zur Erinnerung. Dabei handelt es sich um ein kleines Kärtchen mit einem Spruch. Dort steht die Frage „Wo ist Gott?“. Die Antwort erhält der Besucher, wenn er das Kärtchen zwischen seinen Händen aufwärmt, denn dann wird die Thermofarbe aktiviert.

Um 17 Uhr gibt es dann einen Gottesdienst, und anschließend kann noch in der Kirche eine Tasse Tee getrunken werden. „Es wird nicht sofort geschlossen“, verspricht Martina Gausepohl.

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