Neues Sozialgebäude für die Kläranlage Sassenberg
Personalbedarf wird steigen

Sassenberg -

Die Kläranlage Sassenberg soll ein neues Sozialgebäude erhalten. Das bestehende Betriebsgebäude, das in den 60-er Jahren im Rahmen der Errichtung der Kläranlage erstellt wurde, ist in der Vergangenheit mehrfach umgebaut und erweitert worden.

Donnerstag, 07.11.2019, 12:00 Uhr
Die Gebäude auf der Kläranlage sind in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr den Anforderungen der geltenden Arbeitsstättenrichtlinie. Ein neues Sozialgebäude soll diesen Missstand beheben.
Die Gebäude auf der Kläranlage sind in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr den Anforderungen der geltenden Arbeitsstättenrichtlinie. Ein neues Sozialgebäude soll diesen Missstand beheben. Foto: Ulrich Lieber

Zwischenzeitlich entspricht das Raumangebot nur noch bedingt den Anforderungen aus der geltenden Arbeitsstättenrichtlinie. Vor allem muss ein Bereich für mögliche weibliche Arbeitskräfte geschaffen werden.

Jürgen Varnhorn vom Ingenieurbüro Frilling+Rolfs stellte die ersten Planungen im Betriebsausschuss am Dienstag vor. Das Sozialgebäude soll zweigeschossig errichtet werden. Im Erdgeschoss werden die Sanitärräume sowie ein Aufenthalts- und Pausenraum untergebracht. Die erforderliche schwarz/weiß-Trennung im Sanitärbereich wird sowohl für die Frauen- als auch für die Männerumkleiden berücksichtigt. Im Obergeschoss, welches zur Südseite gegenüber dem Erdgeschoss eingerückt wird, entstehen ein Meisterbüro, ein Schulungsraum sowie ein Archiv- und ein Heizungsraum. Für das Gebäude ist zur Beheizung eine Fußbodenheizung vorgesehen. Die Grundversorgung könnte über den relativ kontinuierlich anfallenden Wärmeüberschuss aus der aerob-thermophilen Schlammstabilisierung generiert werden.

Das Gebäude ist als Flachdachgebäude konzipiert. Die Ausrichtung des Gebäudes erlaubt es, auf den Dächern sowohl Solar- als auch Photovoltaikanlagen zu errichten. Die Möglichkeiten, Notwendigkeiten und die Wirtschaftlichkeit der Installation dieser Techniken sollen im Rahmen einer Detailplanung geprüft werden. Ein Mix aus der Generierung erneuerbarer Energien und technischer Überschussenergie würde einen Beitrag im Rahmen des Klimaschutzes darstellen.

Die Bruttobaukosten ohne Nebenkosten schätzt Varnhorn auf insgesamt 613 500 Euro inklusive Heizungstechnik und Infrastruktur.

Bei der Konzeption wurde bereits berücksichtigt, dass künftig ein erhöhter Personalbedarf vorhanden sein wird. Von derzeit vier Mitarbeitern könnte der Bedarf auf fünf bis sechs Mitarbeiter steigen.

In der anschließenden Diskussion standen sowohl die Größe der Räumlichkeiten als auch die sanitären Bereiche im Fokus. „Sie müssen heute noch nicht endgültig beschließen. Diese Planung ist nur einer erster Aufschlag zur Diskussion“, sagte Bürgermeister Josef Uphoff. So wurde lediglich beschlossen, die Detailplanungen unter Berücksichtigung einiger Vorschläge aus dem Betriebsausschuss voranzutreiben. Die Realisierung der Maßnahme ist ohnehin erst für die Jahre 2021/22 vorgesehen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7046631?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F130%2F
FMO will bis 2030 klimaneutral sein
Flughafen Münster/Osnabrück: FMO will bis 2030 klimaneutral sein
Nachrichten-Ticker