Konzert der Don Kosaken
Niemals ohne Kalinka

Sassenberg -

Mit begeistertem Applaus feierte das Publikum den Auftritt der Maxim Kowalew Don Kosaken am Donnerstagabend in der ansehnlich gefüllten Pfarrkirche Johannes Evangelist. Das zweigeteilte Programm umfasste sowohl sakrale Gesänge als auch bekannte russische Volksweisen.

Samstag, 09.11.2019, 14:00 Uhr
Die Maxim Kowalew Don Kosaken begeisterten ihr Publikum in der Pfarrkirche.
Die Maxim Kowalew Don Kosaken begeisterten ihr Publikum in der Pfarrkirche. Foto: Ulrike von Brevern

Mit blank geputzten Stiefeln und stolz geschwellter Brust traten die sieben Sänger unter der musikalischen Leitung von Sergeij Malkin vor dem Altar an und machten so ihrem Namen schon äußerlich alle Ehre. Fast ein wenig verlassen hätten sie wirken können, so alleine, ganz ohne Mischpulte, Lautsprecher oder Lichteffekte. Doch Don Kosaken brauchen keine Mikrofone, das stellten die geschulten Sänger gleich beim ersten Ton klar. Und was für alle gemeinsam galt, schafften die Solisten auch alleine: Als Dimitrij Belov , dessen Moderation gelegentlich etwas schwer verständlich war, zu seinem ersten Solo ansetzte, zeigte sich, welche Kraft und welches Volumen tatsächlich in den Stimmen der Sänger steckte. Bei den „Seeligpreisungen“ füllte sein Bass den Kirchenraum satt bis in die hinterste Ecke.

Don Kosaken stünden als fester Begriff für ihre Musik und ihre Spiritualität hatte Pfarrer Andreas Rösner zur Begrüßung der Gäste aus Weißrussland gesagt. Die Maxim Kowalew Don Kosaken erfüllten die Erwartungen mühelos: im sakralen Teil langsam, getragen und bedeutungsschwer, in Balladen und Volksweisen temperamentvoll, witzig und mit dieser typischen Wehmut der russischen Volksseele.

Während der sakrale Teil unter anderem mit Stücken wie dem Ave Maria von Bach oder „Ich bete an die Macht der Liebe“ von Bornijanskij dem getragenen A-Capella-Gesang gewidmet war, brachte nach der Pause nicht nur Nikolai Bykov mit seinem Bajan Schwung in die Musik. Gut, wer die Geschichten kannte oder der russischen Sprache mächtig die Texte verstehen konnte. Für alle anderen bezeugte die Pantomime der Sänger, dass es hier um Unterhaltsames ging. Den Abschluss des Programms bildeten Klassiker: „Don Kosaken ohne ,Marusja‘, ,Katjuscha‘ und ,Kalinka‘, das geht doch gar nicht“, schmunzelte Belov in der Pause. Verlassen durften die Sänger die Kirche allerdings erst, nachdem das Publikum ihnen mehrere Zugaben abgetrotzt hatte.

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