Schüler sammeln für Kriegsgräberfürsorge
An Krieg erinnern und für Frieden werben

Sassenberg -

Wie in jedem Jahr so sind auch diesmal wieder Schüler der Sekundarschule unterwegs, um für die Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. 15 Neunt- und Zehntklässler haben sich bereit erklärt, vom 8. bis zum 24. November durch Sassenberg und Füchtorf zu ziehen, um Geld für die gute Sache zu sammeln.

Samstag, 09.11.2019, 08:00 Uhr
Bürgermeister Josef Uphoff, Schulleiterin Elisabeth Suer und Hauptamtsleiter Martin Kniesel statteten die Schüler mit Sammeldosen aus. Sie werden nun für die Kriegsgräberfürsorge sammeln.
Bürgermeister Josef Uphoff, Schulleiterin Elisabeth Suer und Hauptamtsleiter Martin Kniesel statteten die Schüler mit Sammeldosen aus. Sie werden nun für die Kriegsgräberfürsorge sammeln. Foto: Ulrich Lieber

Schulleiterin Elisabeth Suer dankte den Schülern und wies darauf hin, wie wichtig auch heute noch dieses Anliegen ist. Wir wollen an den Krieg erinnern und für den Frieden werben.“ Sie selbst habe schon vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge profitiert. „Ich habe darüber die Grabstätte meines Onkels ausfindig gemacht und damit das Versprechen an meinen Vater eingelöst.“

Bürgermeister Josef Uphoff sprach den Jugendlichen ebenfalls seinen Dank aus. Der Volksbund sei vor 100 Jahren nach dem Ersten Weltkrieg gegründet worden. „Mehr als 2,7 Millionen Gräber der Opfer aus beiden Weltkriegen werden in 46 Ländern gepflegt“, berichtete Uphoff.

Hauptamtsleiter Martin Kniesel sagte, dass noch immer Gräber gefunden werden und berichtete von einer Kollegin, deren Mutter erst kürzlich das Grab ihres Vaters gefunden hat. „Der Vater hatte sich damals in den Krieg verabschiedet, als das Kind sechs Jahre alt war. Als er ging, sagte er, dass er wohl nicht wiederkommen wird, und so war es leider auch“, sagte Kniesel.

Auch in Sassenberg gibt es noch rund 15 Kriegsgräber, die vom Volksbund gepflegt werden. Darunter auch ein Unteroffizier, der damals in der Bauerschaft Dackmar abgestürzt ist.

Die 15 freiwilligen Sassenberger Schüler wurden am Samstag mit Sammeldosen ausgestattet und erhielten auch einen Ausweis, mit dem sie ihre Sammelaktion an den Haustüren legitimieren können. Sie werden immer in Zweiergruppen unterwegs sein und hoffen darauf, von den Bürgern wohlwollend empfangen zu werden. Ob sie es zu allen Häusern schaffen werden, ist noch fraglich. „Sie sollen da sammeln, wo sie es schaffen“, sagte Martin Kniesel.

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