„Die Bullemänner“ haben „Muffensausen“
Gags auf den Punkt gebracht

Sassenberg -

„Nabend, na sind die Bauern aus Berlin zurück“, will Augustin Upmann gleich zu Anfang wissen. Der erste Lacher geht auf sein Konto.

Dienstag, 03.12.2019, 09:00 Uhr
Heinz Weißenberg (l.) und Augustin Upmann bilden gemeinsam mit Svetlana Svoroba „Die Bullemänner“. Mit ihrem neuen Programm „Muffensausen“ sorgten sie am Freitag in der Schützenhalle für einen unterhaltsamen Abend.
Heinz Weißenberg (l.) und Augustin Upmann bilden gemeinsam mit Svetlana Svoroba „Die Bullemänner“. Mit ihrem neuen Programm „Muffensausen“ sorgten sie am Freitag in der Schützenhalle für einen unterhaltsamen Abend. Foto: Marion Bulla

270 Besucher sitzen am Freitagabend im Festzelt der Sassenberger Schützen und zeigen sich schnell begeistert vom neuen Programm „Muffensausen“. Die Kegler „Die Bewemmsten“ sind richtige Bullemänner-Fans, hatten sie diese einzigartigen Komiker doch schon zum wiederholten Male in die Hesselstadt geholt. Das hat bereits Tradition.

Das kongeniale Trio sorgt auch an diesem Abend für Stimmung vom Allerfeinsten. Augustin Upmann und Heinz Weißenberg sowie Svetlana Svoroba, die als talentierte Tastenfachkraft vorgestellt wird, werfen sich gegenseitig die Bälle zu. Ja, sagt Heini und hält einen Bodenwischer hoch, er habe schon Muffensausen, wenn er daran denke, dass der Mop an der Macht sei, der große Wischmop aus Amerika und der kleine, der in London sitze.

Natürlich gibt es auch den einen oder anderen Seitenhieb in Richtung der Nachbarorte. So hat August echtes Mitleid mit aus Gröblingen kommenden Besuchern. „Ne, ne, das ist dann Schicksal“, bedauert er mit Bestattermine. Die Kabarettisten beziehen ihr Publikum gern mit ein. „Mit der Buxe, also nee – ach, so: Du bist aus Füchtorf? Ist ja schon ein ganz anderer Kulturkreis, mehr so ‘ne Nischengegend“, ruft er und zeigt auf einen Zuschauer in der ersten Reihe. Die Zuhörerschaft lacht schallend, bis auf den Herrn mit der kommentierten Hose. Swetlana möchte nun wissen, warum sie denn eigentlich die Bullemänner seien, sie sei doch eine Frau. Das neutrale Wort für Studenten hieße beispielsweise Studierende. „Hm“, überlegt Heini, „Wie wäre es mit Bullinierende?“

Swetlana beklagt sich anschließend über ihren Gatten. Der habe doch letztens tatsächlich stolz verkündet, er habe es endlich geschafft, ihr Kind vom Kindergarten abzuholen. „Wie wollen wir es denn nennen, unser Kind geht längst zur Schule“, war ihre Antwort. Der Sohn habe ihr jüngst berichtet, dass er eine Rolle im Theaterstück der Schule ergattert habe. Welche denn, wollte sie wissen. Er spiele einen westfälischen Jungen, habe der ihr erzählt. „Da bin ich wutschnaubend zur Direktorin und habe eine Sprechrolle für meinen Sohn verlangt“, erklärt sie dem lachenden Publikum.

Ein echter Brüller ist auch das kleine Schauspiel der Nibelungen, das August mit verschiedenen Socken vorführt. Man ahnt, dass der Strumpf mit dem Löchsken den Siegfried verkörpert. Seine „Achillesferse“.

Großen Spaß haben die Zuschauer ebenso bei der Geschichte um Dackel Lumpi, der in der Hundeschule die Klassenbeste Leika vernascht, obschon die ihn um einiges überragt. „Mein Lumpi war ja Schulverweigerer, der wollte nur pfeffern“, muss Heini grinsend zugeben. August ist indes kreuzunglücklich. Er hat seinen Schatten verklüngelt. Da kann Heini flugs helfen. Der Schatten ist urplötzlich wieder da. „Ich habe das Licht angemacht“, erklärt der Retter trocken.

Auch aktuelle Themen greift das Trio auf. Dabei geht es unter anderem um den Wolf von Schermbeck. „Er ist wieder da“, verkündet August und mahnt die Zuhörer grinsend: „Traut euch nicht alleine nach Hause. Geht in Gruppen.“

„Habt ihr noch ein Kreuz zu Hause?“, fragt Heini jetzt in die Runde und gibt sich dann selbst die Antwort: „Wahrscheinlich nicht. Oder vielleicht die Schalker Ecke da hinten.“

Die künstliche Intelligenz jage ihnen eine Heidenangst ein: „Braucht das Auto uns noch, wenn es von allein fährt“, fragt sich Heini ernsthaft.

Auch an der Hitzewelle kommen die Bullemänner nicht vorbei. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Zufall ist, dass wir so viele Afrikaner hier bei uns haben, und die Temperaturen über 40 Grad steigen“, bemerkt das humorige Trio schmunzelnd. Heini meinte, er habe just gegen seinen Computer im Schach gewonnen. August staunt. Doof nur, dass es der Rasenroboter war.

Facebook kommt nun zur Sprache. „Ich hasse das, wenn man die Kacke des Hundes nicht wegmacht und – zack-- biste bei Facebook. Ich glaube genau da kommt der Shitstorm her“, sagt Heini und grinst.

Wie im Flug vergehen diese zwei amüsanten Stunden, die alle vollends begeistert. Nicht nur, dass es musikalische Highlights gibt, denn die drei können richtig gut singen, auch die Gags sind auf den Punkt gebracht. Danke an „Die Bewemmsten“, die diesen Abend möglich gemacht haben.

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