Holger Fritzsche berichtet
Launiger Vortrag mit netten Anekdoten

Sassenberg -

Geht es um Russland, gerät Holger Fritzsche ins Schwärmen. „Die Leute sind wie wir, sie gehen nur mit ihren Gefühlen konsequenter um“, ist der Dresdner überzeugt.

Montag, 02.12.2019, 19:00 Uhr
Im Rathaus sprach Holger Fritzsche am Donnerstagabend über seine Faszination für Russland. Nicht fehlen durfte dabei ein kleines Glas Wodka.
Im Rathaus sprach Holger Fritzsche am Donnerstagabend über seine Faszination für Russland. Nicht fehlen durfte dabei ein kleines Glas Wodka. Foto: Christopher Irmler

Am Donnerstagabend berichtete Fritzsche auf Einladung der Volkshochschule Warendorf im Rathaus über seine Erlebnisse. Launig und mit vielen persönlichen Anekdoten präsentierte er den rund 30 Zuhörern „sein“ Russland – inklusive ausdrucksstarker Fotos und Videoaufnahmen.

„Russland ist das flächenmäßig größte Land der Erde – und touristisch betrachtet wohl auch der größte weiße Fleck.“ Fritzsche jedoch bereiste das Land mit dem Auto, dem Fahrrad und dem Zug. Sollte man das Land bereisen, ohne mit dem russischen Alphabet vertraut zu sein? „Es geht natürlich ohne, aber dann benötigt man mehr Gelassenheit.“ Abgesehen davon käme man nicht nur in der Hauptstadt Moskau gut mit Englisch aus.

Im Jahr 2000 brach er erstmals gen Osten auf. Stilecht im Lada ging es gemeinsam mit einem Freund zunächst in den Kaukasus, später bis zum Baikalsee. „Die wilden 90er unter Jelzin waren gerade vorbei. Seitdem hat sich viel geändert.“ Das Klischee von den klapprigen Pkw sei längst überholt. Sollte man dennoch mit seinem Wagen liegenbleiben, müsse man sich keine Sorgen machen, stellte Fritzsche launig fest. Schließlich behaupte quasi jeder Russe von sich, ein passabler Autoschrauber zu sein. An helfenden Händen mangelte es also nicht, wie ein Foto von der Reise eindrücklich unterstrich.

Auch die 16-tägige Reise von Moskau bis nach China – dieses Mal mit seiner Freundin – blieb dem Sachsen in positiver Erinnerung. Dreimal am Tag wurde im Waggon warmes Essen serviert. Wobei auch hier gleich ein weit verbreiteter Irrglaube bestünde. „Es gibt nicht die eine Transsibirische Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok.“

Ein anderes Klischee drehe sich um „den Russen“ und den Alkohol. „In Russland ist das Trinken in der Öffentlichkeit verboten. Die Polizei ist da sehr konsequent.“

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