Baumpflanzaktion an der Sekundarschule
Klimaschutz ist Schülern wichtig

Sassenberg -

Landrat Dr. Olaf Gericke staunte nicht schlecht, als er Anfang November einen Brief von der Sekundarschule erhielt. Der war von zahlreichen Schülern der Gartenbau-AG unterschrieben, die darin um Unterstützung für eine Baumpflanzaktion zum Klimaschutz baten.

Freitag, 20.12.2019, 08:00 Uhr
Landrat Dr. Olaf Gericke, Bürgermeister Josef Uphoff, Schulleiterin Elisabeth Suer, Daniela Puppe und die Garten-AG pflanzten den letzten Birnbaum.
Landrat Dr. Olaf Gericke, Bürgermeister Josef Uphoff, Schulleiterin Elisabeth Suer, Daniela Puppe und die Garten-AG pflanzten den letzten Birnbaum. Foto: Ulrich Lieber

„Das war so ein netter Brief, da können wir doch helfen“, sagte der Landrat. „Ich finde es toll, denn es zeigt, dass jeder etwas für das Klima tun kann.“ Zudem sei dies eine nachhaltige Aktion für Generationen. „Wenn ihr in 20 oder 30 Jahren wieder hierherkommt, dann sind die Bäume noch da.“

Insgesamt spendete der Kreis zehn Obstbäume, von denen acht auf der neuen Obstbaumwiese und zwei im Schulgarten gepflanzt wurden. Der letzte Baum war dabei ein ganz besonderer, denn er wurde vom Landrat, Bürgermeister, Schulleitung und den Schülern gemeinsam gepflanzt.

Leonie Harkötter , Siegerin des Vorlesewettbewerbs, trug dazu das bekannte Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Garten stand“ vor.

Schulleiterin Elisabeth Suer freute sich darüber, dass der Kreis und die Stadt die Aktion unterstützen. Sie dankte auch Werner Ruhe, der den Obstbaumschnitt übernimmt und den Schülern in der Garten-AG zur Hand geht. Die Schulleiterin hatte aber ein besonderes Lob für die Schüler parat, denn der Einsatz sei nicht selbstverständlich. „Sie machen das donnerstags in der Mittagspause, dann treffen sie sich freiwillig zum Arbeiten.“

Die Stadt Sassenberg stellt das Grundstück mit 600 Quadratmetern für die Obstbaumwiese zur Verfügung. „Das ist eine tolle Sache. Wir halten dieses Baugrundstück schon lange zurück. Hier war auch schon mal ein Schulgarten“, erinnerte sich Josef Uphoff.

Sehr erfreut über die Schüleraktion war auch Daniela Puppe , Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde: „Bei so einer Aufgabe muss man helfen. Es ist schön, dass wir die Obstbäume zur Verfügung stellen können.“ Daniela Puppe erläuterte, dass acht Hochstämme und zwei Halbstämme gepflanzt worden seien. Die Bäume sind rund zwei Meter hoch und haben einen Stammumfang von etwa sieben Zentimeter. Durch einen Maschendraht um den Wurzelbereich sollen die Wühlmäuse abgehalten werden.

„Wir haben hier historische Bäume aus der Gegend gepflanzt. Die Früchte gibt es nicht im Supermarkt“, versicherte Daniela Puppe. Gepflanzt wurden Gellerts Butterbirne, Speckbirne, Westfälische Glockenbirne, Stromberger Zwetsche sowie die Apfelbaumsorten Dülmener Rosenapfel, Gravensteiner, Jakob Lebel, Rote Sternrenette und Schöner aus Wiederbrück. Die Halbstämme sind Weißer Klarapfel und Roter Boskoop.

„Obstbaumwiesen liegen uns sehr am Herzen, denn sie bieten Lebensraum für viele Tiere“, sagte Puppe. Für Vögel und Insekten sei dies ein idealer Ort, und da die Wiese relativ frei wachsen darf, würden sich dort viele Blühinseln bilden, die den Insekten über das ganze Jahr Nahrung bieten.

Ob es im nächsten Jahr schon eine erste Ernte geben wird, bleibt abzuwarten, denn die Bäume müssen nun erstmal anwachsen und sich auf der neuen Wiese wohlfühlen.

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