Johannes Philipper möchte Bürgermeister werden
Frischer Wind fürs Rathaus

Sassenberg -

Bei den letzten Wahlen hatte Bürgermeister Josef Uphoff keine Konkurrenz. Doch das soll sich bei der Kommunalwahl im September 2020 ändern.

Samstag, 21.12.2019, 14:00 Uhr
Der 32-jährige Johannes Philipper möchte im nächsten Jahr gegen Amtsinhaber Josef Uphoff antreten und neuer Bürgermeister der Stadt Sassenberg werden.
Der 32-jährige Johannes Philipper möchte im nächsten Jahr gegen Amtsinhaber Josef Uphoff antreten und neuer Bürgermeister der Stadt Sassenberg werden. Foto: Ulrich Lieber

Johannes Philipper hat seinen Hut in den Ring geworfen und wird gegen den Amtsinhaber antreten. „Ich finde es im Sinne der Demokratie wichtig, dass sich die Bürger entscheiden können. Ein Ideenwettbewerb kann die Stadt nur nach vorne bringen“, sagt der 32-jährige FDP-Politiker.

Obwohl Johannes Philipper für einen Politiker noch relativ jung ist, verfügt er bereits über zehn Jahre kommunalpolitische Erfahrung. Im Jahr 2009 gründete der den FDP-Ortsverband und holte die Liberalen damit aus der Versenkung. Damals gelang direkt der Einzug in den Rat der Stadt Sassenberg, so dass Philipper nun schon seit zehn Jahren Ratsmitglied ist. Im Jahr 2013 kandidierte der Sassenberger sogar für den Bundestag .

Der 32-Jährige ist fest in Sassenberg verwurzelt, das zeigen auch seine außerpolitischen Aktivitäten. So ist er im Vorstand der Ehrengarde aktiv und spielt in der Sassenberger Laienspielschar. Beruflich ist er als globaler Kundenbetreuer beim Logistikunternehmen Hellmann in Osnabrück tätig.

„Ich habe mein Abi 2006 am Laurentianum gemacht, danach ein Jahr Zivildienst im Altenzentrum Sassenberg und habe dann ein duales Studium aufgenommen, das ich mit dem Master in Logistik abgeschlossen habe“, schildert Johannes Philipper seinen beruflichen Werdegang.

Aber wie kommt er nun darauf, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren? „Es ist ein Thema, das von außen an mich herangetragen worden ist“, berichtet Philipper. Viele Bürger würden sich eine Veränderung und frischen Wind im Rathaus wünschen. „Manche Themen werden einfach nicht angegangen“, kritisiert er. Er habe dann überlegt, ob er sich dieses Amt zutraue und sei zu der Überzeugung gelangt: „Ja, das kann ich.“ Die Rücksprache mit seiner Freundin war ebenfalls eindeutig. „Mach es!“, lautete die klare Antwort.

Was passiert, wenn er tatsächlich gewinnen sollte? Er möchte neue Impulse einbringen, andere Schwerpunkte setzen und Sassenberg moderner machen, hat Johannes Philipper klare Vorstellungen. „Digitalisierung und Jugendpolitik sind zum Beispiel zwei Themen, die ich voranbringen möchte. Selbstverständlich wird es auch darum gehen, Themen der jungen Generation Gehör zu verschaffen.“ Dabei will er auch mit einer anderen Herangehensweise die Themen bearbeiten.

Natürlich hat der Liberale schon mit den verschiedenen Fraktionen gesprochen, und aus diesen Gesprächen ein positives Gefühl mitgenommen. „Entschieden ist noch nichts“, macht er deutlich, aber er hofft, dass er alle überzeugen konnte. Philipper erwartet, dass sich der Wahlkampf ein wenig auf „Alt gegen Jung“ zuspitzen wird. „Ich bin offen für die Themen der Bürger und möchte auch näher an den Bürgern dran sein.“

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