Haushalt mit Rekordinvestitionen einstimmig verabschiedet
Zweifel an der Umsetzbarkeit

Dienstag, 04.02.2020, 19:52 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 16:59 Uhr
Der Erweiterungsbau der Nikolausschule zählt zu den Investitionen, die in 2020 umgesetzt werden sollen. Anfang Dezember war bereits Richtfest (v. l.): Zimmermann Holger Schepper, Bürgermeister Josef Uphoff, Architekt Carl Altefrohne und Schulleiterin Stefanie Dilla-Kell.
Der Erweiterungsbau der Nikolausschule zählt zu den Investitionen, die in 2020 umgesetzt werden sollen. Anfang Dezember war bereits Richtfest (v. l.): Zimmermann Holger Schepper, Bürgermeister Josef Uphoff, Architekt Carl Altefrohne und Schulleiterin Stefanie Dilla-Kell. Foto: Ulrich Lieber

Mit dem geplanten Standort für den Piratenspielplatz sind SPD, Grüne und FDP nicht einverstanden und präferieren gemeinsam die Liegewiese als Alternative. Kritik gibt es auch in Sachen Umweltschutz. „Seitens der Verwaltung wird leider zu wenig für den Umweltschutz getan, hier bedarf es dringender Handlung“, meinte Norbert Westbrink (Grüne). Johannes Philipper (FDP) ging sogar noch weiter: „Es sind 0 Euro für den Umweltschutz vorgesehen. Für diese 0 Euro werden aber dann im Haushalt sieben Seiten verschwendet – bei 50 Druckexemplaren des Haushalts, reden wir also von einem ganzen Ordner verschwendetem Papier.“

Rüdiger Völler ( CDU ) wies darauf hin, dass über drei Millionen Euro aus der Ausgleichsrücklage genommen werden müssen und diese damit auf circa 3,6 Millionen Euro reduziert werde. Auch die Schlüsselzuweisungen seien um 1,5 Millionen Euro zurückgegangen. Fast alle Fraktionen gehen wieder davon aus, dass das Jahresendergebnis doch besser ausfallen wird. Peter Holz sieht darin „mehr oder weniger System“ des Bürgermeisters.

Die durch ein Geruchsgutachten verlorenen 50 Bauplätze in Füchtorf sind für alle ein großes Ärgernis. Vor allem deshalb, weil der Bedarf groß ist. Sassenberg gehöre mittlerweile zum Speckgraben von Münster, meinte Franke. „Die Grundstückspreise steigen unaufhaltsam.“ Darum sprach sich Holz für eine Verdichtung im Stadtkern aus, da es an den Rändern der Ortslage zu Problemen wie in Füchtorf kommen kann.

Der Stadtpark ist den Fraktionen ein großes Anliegen, und der Haushaltsansatz vielen zu wenig. „Ich glaube nicht, dass das mit 150 000 Euro zu realisieren ist“, ist Franke skeptisch. Philipper regte an, sich hier auch Gedanken um eine Förderung zu machen, denn die Rücksprache mit der Bezirksregierung habe ergeben, dass die Umgestaltung mit bis zu 50 Prozent gefördert werden kann.

Abschließend eröffnete Johannes Philipper den Wahlkampf: „Ich freue mich gemeinsam mit dir auf einen offenen, spannenden und fairen Wahlkampf“, sagte erzu Josef Uphoff. Einen Dank richtete er noch an Rüdiger Völler (CDU), der mit Ende dieser Wahlperiode sein Amt niederlegen wird. „Lieber Rudi, ich wünsche Dir für deinen politischen (Un-)Ruhestand alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit.“

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