Humorvoll lockerer Vortrag für Eltern beider Grundschulen
„Lernen macht glücklich“

Freitag, 07.02.2020, 14:28 Uhr
Das Interesse der Eltern am Vortrag zum Thema „Lernen macht glücklich“ war riesengroß.
Das Interesse der Eltern am Vortrag zum Thema „Lernen macht glücklich“ war riesengroß. Foto: Christopher Irmler

Es folgte ein äußerst humorvoller, lockerer aber ebenso informativer Vortrag durch den Referenten Sebastian Durst (Akademie für Lernpädagogik). Der Münsteraner ist studierter Kommunikationswissenschaftler und schloss zudem ein weiteres Studium in Deutsch und Erziehungswissenschaften auf Lehramt ab. Logisch, dass sich Durst intensiv mit dem Themenkomplex des Lernens auseinandersetzt. „Kinder lernen sehr unterschiedlich. In der Schule fehlt leider die Zeit, jedes Kind individuell zu betreuen.“ Aus diesem Grund verließ Durst die Schule und arbeitet seitdem als Lerncoach. Mit einigen Tipps und Tricks sei es möglich, mit weniger Anstrengung bessere Noten zu erzielen. „Es geht darum, die richtigen Lerntechniken einzusetzen. Sie helfen, strukturiert zu lernen und Informationen leichter abzurufen. So entstehen Automatismen.“

„Kinder merken, dass sie Potenzial haben und sobald sie diese entfalten, macht ihnen das Lernen auch Spaß.“ Als Kleinkind, so blickte Durst zurück, habe man spielerisch das Laufen oder Fahrradfahren erlernt. Aufgeben sei nie eine Option gewesen – auch, da Vorbilder wie ältere Geschwister oder die Eltern ein Vorbild gewesen seien. „Wenn Eltern ihr Leben lang lernen, animiert das auch ihre Kinder. Mehrfach wies Durst auf die besondere Rolle und Verantwortung der Eltern hin. „Kinder müssen auch lernen, mit Misserfolgen umzugehen. Der Rückhalt der Eltern ist entsprechend wichtig.“ Es helfe auch nicht, die Möglichkeiten des Kindes zu überschätzen und Druck aufzubauen. „Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“

Teil seiner Ausführungen waren auch bestimmte Lerntechniken und die vier Stufen des Lernens – von der unbewussten Inkompetenz hin zur unbewussten Kompetenz, die Durst anschaulich am Beispiel des Fahrens eines Autos präsentierte.

Stumpfes Auswendiglernen sei wenig zielführend, so Durst. So schneide das Kind in der Klassenarbeit vielleicht gut ab, die Zusammenhänge habe es aber wahrscheinlich gar nicht begriffen. „Lernstoff baut immer aufeinander auf. Daher ist es wichtig, ein gutes Wissensnetz aufzubauen.“

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