Chinesische technotrans-Tochter betroffen
Coronavirus legt Produktion lahm

Sassenberg -

Das heimische Unternehmen technotrans spürt die Auswirkungen des Coronavirus. Das chinesische Tochterunternehmen musste sogar den Betrieb einstellen.

Samstag, 08.02.2020, 12:32 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 14:00 Uhr
Das chinesische Tochterunternehmen „technotrans group Taicang“ liegt derzeit still. Eventuell geht es am Montag wieder los.
Das chinesische Tochterunternehmen „technotrans group Taicang“ liegt derzeit still. Eventuell geht es am Montag wieder los. Foto: technotrans

Der Coronavirus sorgt derzeit in China für Ausnahmezustände. Die Auswirkungen sind auch in Sassenberg zu spüren, denn das Unternehmen technotrans hat in Taicang – nordwestlich von Shanghai – das Tochterunternehmen „technotrans group (taicang) co. ltd.Taicang“. „Auch wir mussten aufgrund behördlicher Anweisung unsere Produktion vor Ort einstellen“, teilt Frank Dernesch , Manager Investor Relations & Corporate Finance, auf WN-Anfrage mit. technotrans hat insgesamt 39 Beschäftigte in Taicang. Nur die Mitarbeiter, die im Home-Office arbeiten können, sind nicht betroffen.

Die Einschränkung ist derzeit bis zum 9. Februar vorgesehen. „Am 10. Februar wollen wir die Produktion wieder aufnehmen, aber so einfach ist das nicht“, sagt Dernesch. Denn es wird nun eine gesonderte Genehmigung benötigt. Um diese zu bekommen, muss das lokale Management unter anderem erklären, wie Reinigungsprozesse ablaufen und ob genügend Mittel vorhanden sind, um Mitarbeiter wirksam vor Infektionen zu schützen. Zudem wird eine Dokumentation verlangt, in der aufgelistet ist, wo sich die Mitarbeiter in den vergangenen 14 Tagen aufgehalten haben.

In der Stadt Taicang selbst gibt es ebenfalls Zugangsbeschränkungen. „Es ist erlaubt die Stadt zu verlassen, aber hereinzukommen ist schwierig“, berichtet Frank Dernesch. Es gibt umfassende Reisebeschränkungen. Doch zum Glück für technotrans wohnt der Großteil der Mitarbeiter in der Nähe, so dass die Produktion am kommenden Montag wieder aufgenommen werden könnte, sofern die Genehmigung erteilt wird.

Probleme gibt es allerdings auch in der Lieferkette, denn sowohl die Luftfracht als auch die Seefracht sind eingeschränkt. „Das hat logistische Auswirkungen, die wir aber noch nicht beziffern können“, sagt der IR-Manager. „Wir beobachten die Situation sehr aufmerksam.“

Da das Sassenberger Unternehmen neben der Tochter in China auch in anderen Bereichen von der Entwicklung in China betroffen ist, sind langfristig auch in Sassenberg Schwierigkeiten denkbar. „Wir stehen mit allen Lieferanten im engen Dialog und fragen mögliche Auswirkungen ab“, erklärt Dernesch. „Bislang sei technotrans in Sassenberg noch gut versorgt, aber wir behalten die Entwicklungen im Blick. Konkrete Auswirkungen bleiben abzuwarten.“ Eine intensive Kommunikation ist darum derzeit ein wichtiger Faktor. technotrans hat rund 1000 Lieferanten angeschrieben, um den aktuellen Stand der Dinge abzufragen. Damit soll Transparenz geschaffen werden. Auch auf Kundenseite wird ein intensiver Dialog betrieben, um auf die aktuelle Situation aufmerksam zu machen.

Insgesamt ist Frank Dernesch optimistisch, dass sich die Situation im Tochterunternehmen in Taicang - aber auch insgesamt - bald entspannt. „Die Epidemie scheint sich gemäß aktueller Berichterstattung zu verlangsamen“, hofft er auf eine möglichst schnelle Eindämmung des Coronavirus.

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