Nosferatu trifft die Weiße Dame
Grusel live im Heimathaus

Montag, 10.02.2020, 08:57 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 09:00 Uhr
Eindrucksvolle Töne erzeugten die beiden Künstler Anja Kreysing und Helmut Buntjer elektronisch und auf ihren Instrumenten.
Eindrucksvolle Töne erzeugten die beiden Künstler Anja Kreysing und Helmut Buntjer elektronisch und auf ihren Instrumenten. Foto: Ulrike von Brevern

Gemeinsam mit dem Münsteraner Label „Schwarz-weiss ist die bessere Farbe“ bescherte der Heimatverein am Freitag gut 20 Freunden des gepflegten Grusels mit dem Filmkonzert „Nosferatu“ einen ungewöhnlichen Abend im Heimathaus. Ein wenig Glück war dabei schon im Spiel, bekannte Heimatvereinsvorsitzender Gregor Krützkamp . Denn die von Land und Landschaftsverband geförderte Reihe „Geschichten aus dem Nebel“ des Labels, zu der das Konzert gehört, tourt bereits seit zwei Jahren durch das Münsterland. Gruselfilme aus der Zeit, als der Film noch nicht sprechen konnte, stehen dabei im Mittelpunkt kombiniert mit dörflichem Horror. Nur weil ein anderer Verein abspringen musste, konnten die Füchtorfer noch kurzfristig als vorletzte Station auf den Zug aufspringen.

Das außergewöhnliche an dem Filmprojekt: Anja Kreysing und Helmut Buntjer, alias „this honourable fish“, brachten „Nosferatu“, der für viele als Ur-Vater des Horrorfilmgenres gilt, mit Posaune, Akkordeon und elektronischen Toneffekten live zum Klingen. Sie entlockten ihren Instrumenten mal melodiöse, mal irrwitzige Töne, die den Effekt auf der Leinwand eindrucksvoll verstärkten. Der schrille Klang des Akkordeons löste wohlige Schauer, die Posaune produzierte menschliches Stöhnen so lebensecht wie wildes Sturmrauschen, während der Film in den für sein Alter so typisch verwaschenen, Bildern und von den Künstlern eigens für ihre gekürzte Fassung formulierten Untertiteln über die Leinwand zog.

Für das Lokalkolorit hatte zuvor der stellvertretende Vorsitzende Clemens Knapp-heide gesorgt, mit einer ungewöhnlichen Version der alten Geschichte von der „Weißen Dame“. Statt dem gängigen Vertelkes diente eine Novelle von Otto Nisch als Grundlage, die ursprünglich als historisierender Fortsetzungsroman erschienen war und ein mysteriöses „Bildnis der weißen Dame“ in den Mittelpunkt des grausamen Geschehens rückt.

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