Prinz Tim I., der Saubermann, der mit Sachsen kann
Doppelte PriPro – aber nur ein Prinz

Füchtorf -

Prinz Tim I., der Saubermann, der mit Sachsen kann, hat das Zepter in Füchtorf übernommen. Der 39-Jährige zog gemeinsam mit seiner Prinzessin Denise I. um kurz vor 23 Uhr unter großem Helau in den Saal ein.

Sonntag, 09.02.2020, 14:50 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 15:12 Uhr
Prinz Tim I., der Saubermann, der mit Sachsen kann, und seine Prinzessin Denise I. wurden unter großem Jubel auf der Bühne gefeiert. Das neue Prinzenpaar meisterte den ersten Auftritt mit viel Freude.
Prinz Tim I., der Saubermann, der mit Sachsen kann, und seine Prinzessin Denise I. wurden unter großem Jubel auf der Bühne gefeiert. Das neue Prinzenpaar meisterte den ersten Auftritt mit viel Freude. Foto: Theresa Oertker

Doppelt hält besser. Die Füchtorfer Narren präsentierten am Samstagabend gleich zwei neue Prinzenpaare. Doch das erste gehörte nur zum Seminar „Wie lerne ich Karnevalsprinz in Füchtorf?“ Dieses Seminar hat die neue Tollität Prinz Tim I. , der Saubermann, der mit Sachsen kann, schon längst erfolgreich absolviert. Gemeinsam mit seiner Prinzessin Denise I. zog er kurz vor 23 Uhr in den Saal ein und übernahm die närrische Regentschaft.

Der 39-jährige Tim Schwienheer ist ein echter Füchtorfer. Die Entscheidung, Prinz zu werden, fiel relativ schnell. Als das Findungskomitee bei ihm vor der Tür stand, da dachte er sich: „Dann mache ich das mal.“

Bevor Tim I. das Zepter übernahm, gab es ein tolles Programm mit vielen närrischen Höhepunkten. Noch einmal durfte zunächst Prinz Hubert III. einmarschieren und sich feiern lassen. Robert Budde führte gewohnt souverän durch das Programm und ehrte die Jubelprinzen.

Programm mit zahlreichen Höhepunkten

Auf der Bühne legten die Minis los und würdigten die Feuerwehr mit einem schwungvollen Tanz unter dem Motto „Feuer und Flamme“. Die Mixed Emotions waren lange ein fester Bestandteil des Füchtorfer Karnevals . In der Version 1.0 läutete Tobias Pundsack eine neue Ära ein. „Der Mythos lebt. 1.0 weil ich heute alleine bin.“ Im Netzhemd und mit tuntiger Sprache berichtete er von einem Besuch in der Bäckerei Hövelkamp.

Tierisch wurde es bei der Turn- und Tanzshow der SC-Turnerinnen. „Füchtorf goes Africa“ lautete der Titel, und die 19 Mädchen im Alter von sieben bis 15 Jahre zeigten dabei sportliche Höchstleistungen.

Der „schöne Dirk“ – alias Dirk Schöne – verglich sich mit Johannes Philipper (FDP). „Der Johannes will den Josef beerben. Der sieht aus wie ich, aber nicht so gut.“ Zur Kontoeröffnung gebe es derzeit eine Falsche Whisey, damit man sich mit den Prozenten trösten könne. Mit dem Lied „Bin ein Prinzenjung“ verließ Schöne nach mehreren lustigen Anekdoten die Bühne.

Wie lerne ich Karnevalsprinz in Füchtorf?

Sie ist Stammgast und sorgt mit ihren Schlagern immer wieder für beste Stimmung: Susanne „Nanni“ Kunstleve. Auch diesmal begeisterte sie die Füchtorfer Narren. Bürgermeister Josef Uphoff überbrachte seine Grüße und hatte auch einen guten Witz mitgebracht.

„Wie lerne ich Karnevalsprinz in Füchtorf?“ Diese Frage stellte die Gruppe Don Camillo und hatte gleich fünf Lektionen mitgebracht. Nach Prinzenfindung und Kostümprobe wurde dann im Seminar auch die Pripro geübt. Prinz Sven und Prinzessin Daniela – Sven Mulder und Daniel Benefader – hatten auch gleich ihre Paragrafen dabei. Lektion V befasste sich mit der Katerstimmung danach. Dabei sang Daniel eine gelungene Version des Sarah-Connor-Songs „Vincent“.

Die Dance Formation nahm die Füchtorfer mti auf eine „Reise um die Welt“ und machte in verschiedenen Ländern Station. Im Stil der Heute-Show zeigte die Gruppe „What‘s up“ verschiedene Beiträge. Die Männersportgruppe Füchtorf wusste dabei nicht nur optisch zu gefallen. Seitdem montags geturnt wird, habe die Notaufnahme in Warendorf aufgestockt und es gebe Payback-Punkte fürs Röntgen. Immer wieder streute Olli Gags ein. „Aus den Augen verloren – Mann vermisst seine Iris.“ Zum Zapfenstreich tauchte der leicht torkelnde Dirigent Niklas Tarner auf. „Als Dirigent muss man Leistung bringen, sonst wird das nicht“, versicherte er lallend. Lumpi und Prinz Ferkle rundeten den Auftritt ab, und der T-Shirt-Aufdruck „0 Prozent Vegan“ war im Song mehr als nur das Motto.

Ehrentanz für die neue Tollität

Die Red Vibes flogen als Supergirls über die Bühne und boten dem scheidenden Prinzen Hubert seinen letzten Programmpunkt. Denn anschließend musste er das Zepter abgeben und erhielt Mütze und Schal der Ex-Prinzen. Manfred Pohlschmidt forderte schließlich musikalisch die neue Tollität dazu auf, den Saal zu erobern.

Mit großem Helau wurde schließlich der neue Prinz Tim I. empfangen, zu dessen Ehren Tanzmariechen Lea Böckenholt einen tollen Tanz hinlegte. Da wollten die Rot-Weißen Funken nicht nachstehen und legten einen fantastischen Gardetanz aufs Parkett. Mit dem großen Finale endete eine gelungene PriPro, die schon jetzt Vorfreude auf die nächsten tollen Tage macht.

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