Chor führt Keiser-Stück auf
Markuspassion hat viel mehr Dramatik als Bachs Werke

Sassenberg -

Ein neue Chor, der den Namen „Cantus fortunatus – Glücklicher Gesang“ trägt, bereitet sich auf die Markuspassion vor. Die Aufführung wird am Sonntag, 22. März, um 18 Uhr in der Klosterkirche in Warendorf stattfinden.

Donnerstag, 20.02.2020, 06:28 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 15:28 Uhr
„Cantus fortunatus – Glücklicher Gesang“ heißt der unter Leitung von Klaus Scheidweiler probende, kleine Chor.
„Cantus fortunatus – Glücklicher Gesang“ heißt der unter Leitung von Klaus Scheidweiler probende, kleine Chor. Foto: Eva-Maria Schmitz

„Cantus fortunatus – Glücklicher Gesang“, diesen Namen hat sich ein kleiner Chor gegeben, der sich im vergangenen Sommer neu formiert hat, um „glücklich“ dem Gesang zu dienen. Unter der Leitung von Klaus Scheidweiler, dem ehemaligen Kirchenmusiker an der katholischen Kirche in Sassenberg, erarbeiten sich die 20 Männer und Frauen derzeit ein musikalisches Juwel, das beinahe in Vergessenheit geraten ist: die Markuspassion von Reinhard Keiser, einem Zeitgenossen von Johann Sebastian Bach, der dieses Werk nachweislich mehrfach aufgeführt hat.

Während Bachs Johannes- und Matthäuspassionen überaus populär geworden sind, ist Keisers Markuspassion weitgehend unbekannt. Sie erzählt die Leidensgeschichte Jesu in ähnlicher Form mit Evangeliumserzählungen, Arien und Chören – allerdings wesentlich weniger ausschweifend, wodurch die Dramatik und Eindringlichkeit des Geschehens noch unmittelbarer und ergreifender wird. Die Aufführung wird am Sonntag, 22. März, um 18 Uhr in der Klosterkirche in Warendorf stattfinden.

Um sich ein wenig bekannt zu machen, hat der Chor „Cantus Fortunatus“ jeweils einen Gottesdienst in der Laurentiuskirche und in der Christuskirche in Warendorf mitgestaltet. Am 1. März ist er um 10 Uhr in der evangelischen Gnadenkirche in Sassenberg zu Gast und wird am 8. März um 10.45 Uhr in der Abteikirche Marienfeld den Gottesdienst gesanglich begleiten. Es kommen Werke von Hassler, Mendelssohn-Bartholdy und Rheinberger zur Aufführung. Der Kulturverein Sassenberg unterstützt die Chorarbeit.

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