Autofreier Sonntag mit zahlreichen Aktionen
Klimaschutz durch Verzicht

Sassenberg -

Die Idee kam Pfarrer Andreas Rösner während der Vorbereitung der Weihnachtspredigt. Nun wird sie umgesetzt und die Sassenberger zu einem autofreien Sonntag am 22. März eingeladen.

Mittwoch, 04.03.2020, 11:29 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 11:34 Uhr
Das Auto wird am autofreien Sonntag nicht gebraucht. Pfarrer Andreas Rösner und Pfarrer Michael Prien schieben es schon mal symbolisch in die Garage.
Das Auto wird am autofreien Sonntag nicht gebraucht. Pfarrer Andreas Rösner und Pfarrer Michael Prien schieben es schon mal symbolisch in die Garage. Foto: Ulrike von Brevern

„Ein Tag ohne Auto kann auch heilsam sein. Er entschleunigt“, macht Pfarrer Andreas Rösner Werbung fürs eine Idee, die inzwischen schon eine Reihe an Sympathisanten gewonnen hat. „Unter dem Motto „2-2-3 autofrei“ lädt die Pfarrei St. Marien & Johannes gemeinsam mit der evangelischen Kirche und der Stadt die Sassenberger ein, als Zeichen für mehr Klimaschutz das Auto am Sonntag, 22. März, in der Garage stehen zu lassen. Verschiedene Aktionen sollen helfen, den Tag auch am Ort aktiv zu gestalten.

Der Klimawandel sei nicht mehr zu leugnen, hielt Pfarrer Rösner im Pressegespräch fest. Damit sei „Klima im Sinne der Bewahrung der Schöpfung ein ganz wichtiges Thema auch für uns Christen“, betonte er. Die Idee zum autofreien Sonntag während der Fastenzeit sei bei ihm schon beim Nachdenken über die Weihnachtspredigt entstanden.

Klima ist im Sinne der Bewahrung der Schöpfung ein ganz wichtiges Thema auch für uns Christen.

Pfarrer Andreas Rösner

Inzwischen sind verschiedene Akteure mit im Boot. So will der VfL zwischen 13 und 17 Uhr auf dem Mühlenplatz Waffen backen und verschiedene sportliche Spiele anbieten. Christian Rath vom Heimatverein plant um 15 Uhr eine Stadtführung. Wer den Blick von oben auf den Ort vorzieht, kann zur gleichen Zeit mit den Messdienern den Kirchturm von St. Johannes besteigen. Zuvor erläutert Dr. Ansgar Russell ab 14 Uhr bei einer Führung die Besonderheiten der Kirche. Im angrenzenden Johanneum will die städtische Flüchtlingskoordinatorin Gabi Farwick-Achterholt mit Neubürgern gemeinsam ein Café mit internationalen Spezialitäten organisieren.

Bereits am Vormittag, um 11.45 Uhr lädt die evangelische Gemeinde zu einem Vortrag mit der in Sassenberg beheimateten internationalen Umweltschutzorganisation urgewald ein, berichtete Pfarrer Michael Prien. Ort ist das evangelische Gemeindehaus an der Schückingstraße. Die Feuerwehr wird im Rahmen der Aktion ein Insektenhotel für den Garten vor der Kirche basteln, kündigte Rösner an und auch die Schulen denken bereits über Aktionen nach. So können an der Nikolausschule Kinder, die auf das „Taxi Mama“ verzichten, täglich einen Stempel sammeln und sich damit ein „hausaufgabenfrei“ zusammensparen.

Den Tag, für den sich noch weitere Akteure melden können, beendet um 18 Uhr ein ökumenisches Abendgebet sowohl in Füchtorf, als auch in Sassenberg. Die Messdiener beider Orte werden rund 300 vorgetriebene Sonnenblumen eintopfen und an Teilnehmer des Tages verteilen.

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