Generalversammlung der Grünen
Gemeinsam für mehr Klimaschutz

Sassenberg -

Norbert Westbrink und Georg Hartmann-Niemerg wurden als Sprecher der Grünen von der Mitgliederversammlung bestätigt. Johannes Philipper stellte sich den Grünen vor. Er wird als Bürgermeisterkandidat unterstützt.

Mittwoch, 11.03.2020, 10:54 Uhr aktualisiert: 11.03.2020, 16:30 Uhr
Der neue Vorstand Bündnis 90/Grüne (v. l.): Albert Schumacher, Norbert Westbrink, Laurenz Wienhold, Detlef Michalczak, Gaby Brinkemper, Georg Hartmann-Niemerg, Rita Wand, Margaretha Hiller und Arthur Wand.
Der neue Vorstand Bündnis 90/Grüne (v. l.): Albert Schumacher, Norbert Westbrink, Laurenz Wienhold, Detlef Michalczak, Gaby Brinkemper, Georg Hartmann-Niemerg, Rita Wand, Margaretha Hiller und Arthur Wand. Foto: Ulrich Lieber

Normalerweise laufen die Mitgliederversammlungen der Grünen im Eiltempo, doch am Montagabend verzeichnete Albert Schumacher einen neuen Rekord. „Das ist die längste Sitzung in der Geschichte der Grünen gewesen.“ Kein Wunder, denn im Wahljahr gab es viel zu besprechen, und zudem stellte sich Johannes Philipper vor, der von den Grünen als Bürgermeisterkandidat unterstützt wird.

Nach den Regularien berichtete Sprecher Norbert Westbrink über die Arbeit des Ortsverbandes und der Fraktion im Rat. „Es gibt viele Investitionen im neuen Haushalt, leider ist das Freibad noch auf der Verschiebepostion“, bedauerte Westbrink. Ein wichtiges und ausführlich diskutiertes Thema des Abends war der Stadtpark – oder Drostengarten (siehe Bericht unten).

Erich Lentz wies darauf hin, dass derzeit eine Partei viele Anträge stellt. „Bei den Anträgen müssen wir uns verbessern“, gab Albert Schumacher zu. „Die versuchen uns links und rechts zu überholen, mit Positionen, die wir denen gar nicht zugetraut haben“, staunte Georg Hartmann-Niemerg .

Wir haben gut gewirtschaftet. Damit haben wir einen guten Puffer für die Wahl und können gute Plakate aufhängen.

Albert Schumacher

Positiv ist die Entwicklung des Ortsvereins, der gleich vier neue Mitglieder begrüßen durfte. Kassierer Albert Schumacher stellte den Kassenbericht vor und konstatierte: „Wir haben gut gewirtschaftet. Damit haben wir einen guten Puffer für die Wahl und können gute Plakate aufhängen.“ Bei den Wahlen zum Vorstand, die von Kreissprecherin Hedwig Tarner geleitet wurden, wurden Norbert Westbrink und Georg Hartmann-Niemerg als Sprecher bestätigt, auch Kassierer Albert Schumacher bleibt im Amt.

Hedwig Tarner regte an, dass mehr Frauen in die Vorstandsarbeit gehen. „Warum sind so wenig Frauen in der Politik. Was ist passiert? Wir Frauen müssen wieder mehr Verantwortung übernehmen“, forderte die Kreissprecherin. Margaretha Hiller ließ sich motivieren und wurde als neue Beisitzerin in den Vorstand gewählt. Auch Detlef Michalczak und Laurenz Wienhold sind nun als Beisitzer aktiv. Die Kasse prüfen Arthur Wand und Gaby Brinkemper. Norbert Westbrink wurde zudem als Kandidat für den Kreis vorgeschlagen und soll damit Sassenberg vertreten. „Das ist ein Wahlvorschlag für April“, erklärte Tarner. Aber die dortige Wahl wird dann nur noch Formsache sein.

Johannes Philipper stellt sich vor

„Wie kann es sein, dass eine grüne Partei einen FDP-Mann unterstützt?“, stellte Johannes Philipper gleich die Frage, die vermutlich einige Mitglieder und auch Hedwig Tarner bewegte. Philipper machte darauf aufmerksam, dass es vor Ort anders sei als im Bund und im Land. „Es geht um Sassenberg und Füchtorf.“ Dadurch, dass er – außer von der CDU – von allen Parteien unterstützt werde, sei es eine Personenwahl zwischen ihm und Amtsinhaber Josef Uphoff. Selbstverständlich werde er im Falle einer Wahl seinen FDP-Vorsitz abgeben.

Derzeit sei die Mehrheitssituation so, dass durch die Bürgermeisterstimme die CDU entscheiden könne. „Das wollen wir ändern. Die Frage ist, wollen die Bürger den Amtsinhaber oder doch den jungen und dynamischen Kandidaten“, meinte der 32-Jährige. Die Grünen und er hätten in vielen Bereichen die gleichen Ziele. Sei es Klimaschutz oder der ÖPNV. „Das Verkehrsnetzwerk muss ausgebaut werden. Wir müssen überregional denken. Ich bin davon überzeugt, dass wir da was hinbekommen“, sprach er eine mögliche Busverbindung bis nach Glandorf und Kattenvenne an. Der Spielplatz am Feldmarksee müsse an einen anderen Standort, aber da gebe es nun auch positive Signale seitens der CDU.

Ich gehe noch einen Schritt weiter und möchte auch die Vorgärten begrünen.

Johannes Philipper

Auf die Frage, ob bei der Firstrichtung mehr auf Solarenergie geachtet werden könne, meinte Philipper: „Ich gehe noch einen Schritt weiter und möchte auch die Vorgärten begrünen.“ So sollte es immer möglich sein, bei Neubauten Fotovoltaikanlagen zu installieren. Bei großen Baugebieten könnte auch ein Blockheizkraftwerk installiert werden. „Ich bin dafür, dass wir einen Klimamanager kombiniert mit einem Fördermanager für die Stadt einstellen.“

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