Ortsparteitag der FDP
Mehr als nur der Vorsitzende

Sassenberg -

Die FDP sieht sich nicht als Ein-Mann-Partei und möchte darum bei der nächsten Kommunalwahl weitere Sitze für den Rat erobern.

Donnerstag, 12.03.2020, 07:26 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 17:44 Uhr
MdL Markus Diekhoff (r.) gratulierte dem neuen FDP-Vorstand um Christian Rennemeier, Sven Blüthgen, Johannes Philipper und Inga Seidel. Es fehlt Luca Schimweg.
MdL Markus Diekhoff (r.) gratulierte dem neuen FDP-Vorstand um Christian Rennemeier, Sven Blüthgen, Johannes Philipper und Inga Seidel. Es fehlt Luca Schimweg. Foto: Christopher Irmler

Der Vorstand der FDP Sassenberg-Füchtorf verjüngt sich. Dies ist ein Ergebnis des Ortsparteitags im Hotel Börding. Nicht mehr „in der ersten Reihe“ wird Rolf Dahlhoff stehen. Der langjährige stellvertretende Vorsitzende kandidierte am Dienstagabend nicht erneut für den Vorstand.

„Du hast über das letzte Jahrzehnt einen fantastischen Job gemacht“, würdigte Johannes Philipper den Einsatz seines langjährigen „Vize“. Komplettiert wird der Vorstand durch den wiedergewählten Philipper, Schatzmeister Christian Rennemeier und den stellvertretenden Vorsitzenden Sven Blüthgen. Um den Social-Media-Auftritt kümmern sich die beiden Beisitzer Luca Schimweg und Inga Seidel.

Philipper wird zudem als Delegierter am Kreishauptausschuss teilnehmen, Blüthgen ihn vertreten.

„Wir werden manchmal als Ein-Mann-Partei belächelt“, so Philippers Eindruck. Dabei sei die FDP mehr als nur der Vorsitzende, wie der Kandidat für das Amt des Bürgermeisters mit Blick auf engagierte Liberale in diversen Ausschüssen verdeutlichte. Im Fokus stünde oft jedoch nur der eine FDP-Sitz im Rat. „Aber darum kämpfen wir auch bei der nächsten Kommunalwahl , dass sich das ändert.“

Die Vorbereitungen für die Kommunalwahl liefen an. „Wir haben fast alle Wahlbezirke besetzt.“ Allerdings würden sich auch die Liberalen über eine stärkere weibliche Unterstützung freuen.

Der Wahlkampf soll indes möglichst klimaneutral gestaltet werden. So schwebt Philipper die Aufforstung eines noch zu bestimmenden Areals als Kompensation für aufgehängte Wahlplakate vor. Ohnehin sei Klimaschutz auch für die FDP ein wichtiges Thema. Allerdings setze die Partei auf kreative Lösungen und Gestaltung anstelle von Verboten.

Die Bilanz auf kommunaler Ebene könne sich sehen lassen.

„Wir haben in den letzten sechs Jahren gute Ideen gehabt.“ Philipper erinnerte an Impulse und Anträge in Sachen Stadtpark, Heimatpreis oder Trimm-Dich-Pfad. Zudem habe man den Dialog mit Verantwortlichen des Gewerbevereins, der Feuerwehr oder des SC Füchtorf und VfL Sassenberg gesucht, um sich vor Ort ein Bild zu verschaffen. „Wir müssen uns nicht vor größeren Parteien verstecken.“ Ein „gesundes Selbstbewusstsein“ sei erlaubt. Die FDP liefere Qualitätsarbeit und habe die Stadtverwaltung immer wieder auf Fördermöglichkeiten hingewiesen.

„Wenn wir diesen Weg fortsetzen, können wir bei der Wahl eine ganze Menge erreichen“, äußerte sich Philipper optimistisch.

Diese Einschätzung teilte auch Markus Diekhoff (MdL). „Ich glaube nach wie vor, dass wir hervorragende Chancen haben.“ Philipper sei ein sehr guter Bürgermeisterkandidat.

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