Bürgermeister Josef Uphoff lobt Bürger
Warteschlangen sollen vermieden werden

Sassenberg -

Die Geschäfte sind geschlossen, die Versorgung mit Lebensmitteln ist gewährleistet. Dafür sollen sogar die Öffnungszeiten erweitert werden.

Freitag, 20.03.2020, 08:13 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 15:16 Uhr
Auch der Bauhof hat reagiert. Hier wird in zwei Gruppen gearbeitet, um den Betrieb zu gewährleisten.
Auch der Bauhof hat reagiert. Hier wird in zwei Gruppen gearbeitet, um den Betrieb zu gewährleisten. Foto: Ulrich Lieber

Wie in ganz Deutschland sind nun auch in Sassenberg fast alle Geschäfte geschlossen. Beim Gang durch die Stadt ist es mittlerweile schon recht einsam. Überall weisen Aushänge darauf hin, dass das Geschäft aufgrund des Coronavirus bis auf Weiteres geschlossen ist. Auch am Feldmarksee ist es ruhig. Die Eisdiele und der Heimathafen sind ebenfalls zu. Auch Frisörsalons, Nagel- und Kosmetikstudios, Tattoostudios, Massagen und Fußpflegen (sofern nicht medizinisch notwendig), Saunen und Sonnenstudios werden nach einer aktuellen Änderung nun geschlossen.

Geöffnet bleiben nur noch der Einzelhandel für Lebensmittel, der Wochenmarkt, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

„Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkten, Abhol- und Lieferdiensten, Apotheken sowie Geschäften des Großhandels ist bis auf weiteres auch die Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr gestattet; dies gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag. Sämtliche Verkaufsstellen müssen dafür sorgen, dass die Hygiene-Maßnahmen eingehalten werden. Warteschlangen gilt es zu vermeiden“, heißt es in der amtlichen Verfügung der Stadt Sassenberg, die zunächst bis zum 19. April gilt.

Kritik kommt in den sozialen Medien darüber auf, dass nun auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet sein soll. Gerade für die Angestellten, die derzeit ohnehin stark belastet sind, sei dies eine echte Zumutung. Schließlich müsse nun niemand mehr an Lebensmitteln verbrauchen als vor der Coronakrise. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob die Sassenberger Lebensmittelgeschäfte diese Öffnung überhaupt nutzen.

Bürgermeister Josef Uphoff richtet sich auf der Website der Stadt persönlich an die Bürger: „Es heißt ja, dass es viel über eine Gesellschaft aussagt, wie sie sich in krisenhaften Momenten verhält. Ich finde, derzeit verhalten sich die Sassenbergerinnen und Sassenberger weitgehend so, wie ich es erwartet habe: besonnen, unaufgeregt, solidarisch. Diese Haltung sollten wir beibehalten und noch verstärken, auch wenn wir uns in den nächsten Wochen einander etwas seltener sehen – und wenn zugleich die Infektionsraten steigen sollten.

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