Grüne möchten 50 Nistkästen abgeben
Lieferservice mit dem Fahrrad

Sassenberg/Füchtorf -

Die Grünen wollten eigentlich am autofreien Sonntag 50 Nistkästen verteilen. Nun stehen sie bei Georg Hartmann-Niemerg und warten auf neue Besitzer.

Dienstag, 31.03.2020, 08:39 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 17:12 Uhr
Georg Hartmann-Niemerg hat rund 50 Nistkästen, die auf neue Besitzer warten. Ein Anruf bei ihm genügt.
Georg Hartmann-Niemerg hat rund 50 Nistkästen, die auf neue Besitzer warten. Ein Anruf bei ihm genügt. Foto: Ulrich Lieber

50 Nistkästen warten auf neue Besitzer. Georg Hartmann-Niemerg hat sie bei sich zu Hause, Rippelbaum 32, stehen. Jeder, der Interesse hat, kann sich bei ihm melden und einen Nistkasten gegen eine kleine freiwillige Spende abholen. „Einfach vorher bei mir anrufen, ich stelle sie dann am Hof draußen hin.“ Alternativ bietet er sogar einen Lieferservice, denn einer der Grünen werde den Nistkasten auf Wunsch auch mit dem Fahrrad bis vor die Tür bringen und dort abstellen. Schließlich soll jeder direkte Kontakt vermieden werden. „Die Spende holen wir dann, wenn die Luft wieder rein ist. Jeder kann geben, was er für richtig hält.“

Die Spende holen wir dann, wenn die Luft wieder rein ist. Jeder kann geben, was er für richtig hält.

Georg Hartmann-Niemerg

Eigentlich war der Plan der Grünen ja ein ganz anderer. Ursprünglich sollten die Nistkästen im Rahmen der Aktion „2-2-3- Autofrei“ am 22. März auf dem Mühlenplatz angeboten werden. Nun wird es so langsam Zeit, dass die Nistkästen aufgehängt werden, die es mit unterschiedlichen Lochgrößen gibt. Die Vögel beginnen so langsam mit ihrer Brutzeit, so dass die neuen Wohnungen angemietet werden müssen. „Das ist ja auch für die Kinder schön, wenn sie das beobachten können“, sagt Hartmann-Niemerg.

Die unterschiedlichen Lochgrößen sind für die unterschiedlichen Vögel wichtig. Kohlmeise, Feldsperling und Kleiber benötigen ein Einflugloch von 32 Millimetern, Blaumeisen, Sumpfmeisen, Tannenmeisen und Haubenmeisen dagegen nur 28 Millimeter. Die Kästen sollten in einer Höhe von mindestens zwei bis drei Metern so aufgehängt werden, dass sie Schutz vor Katzen und Mardern bieten. Das Flugloch sollte im Idealfall in Richtung Südosten zeigen und möglichst vor Wind und Regen geschützt sein. Einen besonderen Nistkasten hat Hartmann-Niemerg spaßeshalber für die „Schnapsdrossel“ gebaut, die Hochprozentiges verzehrt.

Wer Interesse an einem Nistkasten hat, kann sich bei Georg Hartmann-Niemerg, 01 62/4 60 08 22, melden.

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