Millionenverluste durch die Corona-Krise
Baumaßnahmen werden auf Eis gelegt

Sassenberg/Füchtorf -

Die Pandemie sorgt für Millionenverluste für die Stadt Sassenberg. Darum müssen alle weiteren Ausschreibungen und Auftragsvergaben bis auf Weiteres auf Eis gelegt werden.

Samstag, 04.04.2020, 07:59 Uhr aktualisiert: 04.04.2020, 08:01 Uhr
Josef Uphoff
Josef Uphoff Foto: Ulrich Lieber

Es sollte das Rekordinvestitionsjahr werden, doch die Pandemie macht der Stadt einen dicken Strich durch die optimistische Rechnung. War noch vor einem Monat die Sorge groß, ob man alle Investitionen zeitlich schaffen kann, so stellt sich nun die Frage, was finanziell überhaupt noch möglich ist. Sowohl die Gewerbesteuer- als auch die Einkommens-Steuereinnahmen werden deutlich einbrechen, wobei Bürgermeister Josef Uphoff derzeit keine seriöse Prognose abgeben kann. „Es werden sicher Millionenverluste“, befürchtet er.

Erwartungsgemäß müssen deshalb viele Projekte auf Eis gelegt werden, und der erste Leidtragende ist die Johannesschule. Der Vorplatz sollte für rund 425 000 Euro erneuert werden, die Ausschreibungen standen nun auf der Agenda. „Auch weitere größere Projekte wie der Kunstrasenplatz im Brook werden erstmal aufgeschoben“, bedauert Uphoff.

Am Donnerstagnachmittag gab es eine Sitzung mit den Fraktionsvorsitzenden sowie mit Johannes Philipper, um die aktuelle Lage zu besprechen. Bereits ausgeschriebene und beauftrage Bauvorhaben werden durchgeführt, aber alles, was noch nicht in die Ausschreibung gegangen ist, bleibt erstmal liegen, neue Aufträge werden nicht erteilt. „Wir entscheiden nach Lage der Dinge und im Einzelfall. Es sieht nicht gut aus.“

Fertiggestellt wird zum Beispiel noch das Verbindungsstück Breslauer Straße zur Versmolder Straße, und auch die Ausschreibungen für den Friedhof laufen bereits. „Wir werden uns weiter um Bauanträge und Baugenehmigungen bemühen“, versichert Uphoff, wissend, dass eine Umsetzung kaum planbar ist. Solange das Coronavirus nicht besiegt ist, dürften fast alle Städte und Gemeinden in die finanzielle Schieflage geraten. Lob gab es von Uphoff für die Fraktionen, die geschlossen hinter den notwendig gewordenen Maßnahmen stehen.

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