Golfclub: Greenkeeper sind trotz Sperrung im Einsatz
Die Vegetation macht keine Pause

Füchtorf/Peckeloh -

Greenkeeper, das sind die wichtigsten Kräfte, die einen Golfplatz wie einen heimischen Garten liebevoll hegen, pflegen und umsorgen. Insbesondere sie sind es, die die wunderbare Natur mit ihrer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt auf der 18-Loch-Anlage des Golfclubs Schultenhof-Peckeloh langfristig schützen möchten.

Mittwoch, 15.04.2020, 07:50 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 17:58 Uhr
Golfbetriebswirt Thorsten Hartmann (l.) und Greenkeeper Roman Minko bei der Arbeit auf der Anlage des Golfclubs Peckeloh.
Golfbetriebswirt Thorsten Hartmann (l.) und Greenkeeper Roman Minko bei der Arbeit auf der Anlage des Golfclubs Peckeloh. Foto: Golfclub Peckeloh

„Ein Golfplatz ist nicht nur eine Rasenfläche“, so Thorsten Hartmann , der Golfbetriebswirt des Clubs, in einer Pressemitteilung. Er koordiniert die Arbeit der Greenkeeper. Die Auszeichnung des Clubs durch den Deutschen Golfverband mit dem Zertifikat „Golf & Natur“ 2018 wäre ohne das besondere Engagement der vier Greenkeeper nicht möglich gewesen. Sie sorgten für entspannte Golfrunden der über 500 Club-Mitglieder.

In den beiden vergangenen Jahren war es die Trockenheit, die Golfclubs bei der Platzpflege zu schaffen machte. 2019 kamen die Eichenprozessionsspinner hinzu – und nun das Coronavirus. Da ein Golfplatz eine Sportanlage ist, wurde der gesamte 18-Loch-Platz aufgrund behördlicher Anordnung bis auf Weiteres gesperrt.

In der Trockenheit konnten die Abschlage und die Grüns – quasi die Heiligtümer des Golfclubs – noch mit Beregnungsanlagen oder mit der Hand bewässert werden. Gegen die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners wurden zahlreiche Nistkästen für Meisen aufgehängt. Aber gegen einen Virus sei selbst der erfahrenste Greenkeeper machtlos, heißt es in der Mitteilung.

Das Flatterband sorgt schon seit dem 18. März dafür, dass kein Spieler die Anlage betritt.

Das Flatterband sorgt schon seit dem 18. März dafür, dass kein Spieler die Anlage betritt.

Doch auch nach der Sperrung des Platzes für die Golfer werde weiter gearbeitet. Auch wenn dort zurzeit nicht gespielt werden kann, sei der Platz der einzige Bereich einer Golfanlage, der nicht einfach stillgelegt werden könne. Die gesamte Vegetation wachse gerade zu dieser Jahreszeit außerordentlich. Irgendwann gehe es wieder los: mit den Turnieren der Ligaspieler, mit den Golfrunden der Hobbygolfer und dem Training der Mannschaften, Kinder und Jugendlichen. Für die Greenkeeper gilt es deshalb jetzt, den Golfplatz in Ordnung zu halten. Der Rasen wird vertikutiert, aerifiziert und regelmäßig geschnitten, die Grüns mit einem Roller geglättet, und es werden Bodenproben genommen, um den Nährstoffgehalt zu ermitteln.

Unter Beachtung aller Hygienevorschriften und mit Abstand bei der Arbeit werden die Greenkeeper ihre Arbeit fortsetzen. Auf die Einhaltung aller Regeln und Auflagen in dieser schwierigen Zeit legt auch Volker Willich, Präsident des Golfclubs, größten Wert.

Thorsten Hartmann ist sich sicher: „Wenn die Krise vorbei ist, finden unsere Golfer einen wunderbar gepflegten Golfplatz vor.“

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