Grundschulen bereiten sich auf Unterricht vor
Viertklässler starten Donnerstag in kleinen Gruppen

Sassenberg -

Noch ist es ruhig in den Grundschulen, doch ab Donnerstag sollen die Viertklässler wieder mit dem Unterricht beginnen. Die Johannesschule zeigt beispielhaft, wie sich die Schulen darauf vorbereiten.

Dienstag, 05.05.2020, 08:10 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 15:40 Uhr
An der Johannesschule ist es noch ruhig. Aber ab Donnerstag sollen zumindest die Viertklässler wieder unterrichtet werden.
An der Johannesschule ist es noch ruhig. Aber ab Donnerstag sollen zumindest die Viertklässler wieder unterrichtet werden. Foto: Ulrich Lieber

Während an der Sekundarschule bereits wieder in eingeschränkter Form der Unterricht stattfindet, bereiten sich die drei Grundschulen darauf vor, ab Donnerstag die Viertklässler wieder aufzunehmen. „Es ist eine Ausnahmesituation“, sagt Maria Erdmann , Schulleiterin der Johannesschule . Damit die ältesten Schüler, die im Sommer die Schule verlassen werden, unterrichtet werden können, musste einiges verändert werden.

„Wir haben alles vorbereitet, so dass es dem Infektionsschutzgesetz entspricht“, erklärt Maria Erdmann. Maximal zehn Kinder werden in einer Klasse anwesend sein und natürlich den entsprechenden Sicherheitsabstand einhalten müssen. Insgesamt werden es vier Lerngruppen werden, und die Schüler haben Glück, denn ihre Klassenlehrer werden da sein. „Wir haben die beiden Klassenlehrer und zwei weitere Lehrer, so dass es keinen Wechsel geben wird“, freut sich die Schulleiterin. Denn auch an der Johannesschule sind einige Lehrer über 60 Jahre alt, aber insgesamt sieht sich die Johannesschule sehr gut aufgestellt. „Die Schüler sehen bekannte Gesichter, so dass sie sich nicht umstellen müssen.“

In den „Corona-Ferien“ gab es immer wieder Lernpakete für die Kinder, damit zu Hause üben konnten. Doch am Donnerstag geht es erstmal nicht um Unterricht. „Die Kinder müssen erstmal ankommen. Wir wollen wissen, wie es ihnen geht. Da besteht hoher Gesprächsbedarf“, ist sich die Schulleiterin sicher. Erst dann werde irgendwann der Lernstand überprüft, um zu sehen, wo die Kinder stehen.

„Es ist für die Kinder und für die Familien zwingend erforderlich, dass sie wieder kommen. Der Infektionsdruck ist in Sassenberg zum Glück nicht so hoch. Die Menschen sind diszipliniert“, lobt sie die Sassenberger.

Nach und nach sollen dann an allen drei Grundschulen auch die anderen Jahrgänge zumindest ein paar Mal noch zur Schule kommen. „Es gibt verschiedene Modelle, rollierend oder Blockunterricht. Wir haben uns verschiedene Modelle aus den anderen Bundesländern angesehen, und ich halte nichts vom rollierenden Verfahren. Ich bin für den Blockunterricht, weiß aber nicht, was kommt.“

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