Grundschulen: Alle Jahrgänge starten wieder
Schüler zeigen viel Disziplin

Sassenberg/Füchtorf -

In den Grundschulen ist endlich wieder Leben eingekehrt. Die Viertklässler waren die ersten und zeigten sich dort sehr diszipliniert. In dieser Woche kommen nun im rollierenden Verfahren auch die anderen Jahrgänge wieder in die Schule.

Montag, 11.05.2020, 11:32 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 16:05 Uhr
In der Wilhelm-Emanuel-von-Ketteler-Schule in Füchtorf haben die Viertklässler bislang alles richtig gemacht.
In der Wilhelm-Emanuel-von-Ketteler-Schule in Füchtorf haben die Viertklässler bislang alles richtig gemacht. Foto: Ulrich Lieber

Die Grundschulen sind endlich nicht mehr verwaist. Seit Donnerstag sind die Viertklässler wieder im Unterricht, die anderen Jahrgänge folgen in dieser Woche in einem rollierenden Verfahren. Die ersten Erfahrungen mit den Viertklässlern waren vielversprechend. „Es läuft richtig gut. Wir haben 48 Kinder in vier Lerngruppen, und die Lehrerinnen sind voll des Lobes, denn alle Kinder sind sehr diszipliniert“, freut sich Marlies Borisch, Schulleiterin der Wilhelm-Emanuel-von-Ketteler-Schule.

Die machen das gut und sind sehr diszipliniert. Sie verhalten sich hervorragend.

Maria Erdmann

Ihre Sassenberger Kolleginnen bestätigen diesen Eindruck. „Es war super, hat alles gut geklappt. Sie halten Abstand, waschen die Hände und kommen sich nicht in die Quere. Ich habe nur Positives gehört“, schwärmt Stephanie Dilla-Kell , Schulleiterin der Nikolausschule. „Die machen das gut und sind sehr diszipliniert. Sie verhalten sich hervorragend“, stimmt Maria Erdmann , Leiterin der Johannesschule , in die Lobeshymnen mit ein.

„Es ist sehr schön, wieder Kinder in der Schule zu haben. Auch die Kinder sind mit Freunde in der Schule“, freut sich Maria Erdmann und spricht damit allen Lehrern aus der Seele. „Wir freuen uns total, dass die Kinder wieder da sind und die Kinder freuen sich auch. Die sozialen Kontakte sind sehr wichtig, und sie freuen sich, ihre Freunde wiedersehen zu können“, sagt Stephanie Dilla-Kell.

Das rollierende Verfahren ist verpflichtend.

Marlies Borisch

Ab dem heutigen Montag werden nun nach und nach auch die anderen Jahrgänge wieder in den Genuss des Unterrichts kommen. „Das rollierende Verfahren ist verpflichtend“, erklärt Marlies Boriesch, so dass in Füchtorf die Jahrgänge vermutlich in der Reihenfolge vier, drei, zwei, eins zur Schule kommen können. „Ich bin momentan dabei, ständig neue Pläne zu schreiben, um sie dann wieder in die Mülltonne zu kloppen“, berichtet Marlies Borisch. Sie hat den Eltern dann zum Wochenende die endgültige Planung per Elternbrief zukommen lassen.

Die Nikolausschule startet heute wieder mit den vierten Klassen, dann kommen am Dienstag die Drittklässler, am Mittwoch, die Zweitklässler und am Donnerstag die Erstklässler, ehe es wieder von vorne losgeht. „Die Klassen werden jeweils in zwei Lerngruppen aufgeteilt, die Erstklässler in drei Gruppen, denn da wird es wahrscheinlich schwieriger, den Abstand einzuhalten“, erklärt Stephanie Dilla-Kell.

Einen etwas anderen Weg geht die Johannesschule. Sie nutzt die Möglichkeit einer kleinen Ausnahme und rolliert zunächst im zweitägigen Rhythmus, beginnend heute mit den Erstklässlern, die dann auch am Dienstag kommen. Mittwoch und Donnerstag dann die zweiten Klassen, Freitag und Montag der dritte Jahrgang und Dienstag und Mittwoch der vierte Jahrgang. Dann ist Feiertag und beweglicher Ferientag. Ab Montag, 25. Mai, wird dann eintägig rolliert.

„Die Kinder sollen erstmal ankommen, und dafür benötigen sie den ersten Tag“, erklärt Maria Erdmann den Ansatz der Johannesschule. Auch hier wird es vier bis fünf Lerngruppen je Jahrgang geben. „Der Unterricht wird also nicht unbedingt bei der Klassenlehrerin sein, aber wir haben alles gut verteilt.“ Alle sind froh, dass zumindest ein kleines Stück Normalität in den Alltag zurückkehrt, und das gilt ganz sicher auch für die Eltern.

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