Bullen vom Hof Hartmann-Niemerg
Füchtorfer Bisonfleisch bei Ebay

Füchtorf/Warendorf -

Die Bisons auf dem Hof Hartmann-Niemerg in der Bauerschaft Rippelbaum sind echte Hingucker. Gerade Fahrradfahrer bewundern die mächtigen Tiere, die draußen auf der Weide zu sehen sind. Seit über zehn Jahren halten Georg Hartmann-Niemerg und seine Frau Sandra Bisons, und es sei nicht das Ziel, die Bullen zu mästen.

Dienstag, 12.05.2020, 08:25 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 11:06 Uhr
Georg Hartmann-Niemerg (l.) fand in Fleischermeister Frank Heseker einen Kooperationspartner, der das Bison zerlegte und die Fleischpakete nun auf dem Hof und bei Ebay anbietet.
Georg Hartmann-Niemerg (l.) fand in Fleischermeister Frank Heseker einen Kooperationspartner, der das Bison zerlegte und die Fleischpakete nun auf dem Hof und bei Ebay anbietet.

„Wir geben die Tiere lebend ab.“ Doch die Corona-Pandemie schlägt auch hier durch und verhindert, dass es direkte Abnehmer gibt. „Ich hätte Gaststätten gehabt, die das Fleisch wollten, aber es ist in Corona-Zeiten schwierig, ein ganzes Tier zu vermarkten. Die wollen alle nur das Filetfleisch“, erklärt Georg Hartmann-Niemerg .

Doch der Füchtorfer fand eine Lösung und im Warendorfer Hof Heseker einen Kooperationspartner. Der Fleischermeister aus Vohren schlachtete ein Bison und zerlegte das Tier. Aus dem Fleisch wurden mehrere Zehn-Kilogramm-Pakete hergestellt, in denen neben Filetstücken auch Gulasch, Braten, Roastbeef, Hüftsteaks, Rouladen, Hackfleisch und mehr enthalten ist.

Große Nachfrage

„Wir haben die Einzelpreise zusammengerechnet und einen Schnitt gemacht, um einen Durchschnittskilopreis zu erhalten“, erklärt der Füchtorfer. Das Fleisch wird sowohl bei Heseker auf dem Hof in Vohren als auch über Ebay verkauft. „Ich bin froh, dass er uns geholfen hat“, sagt der Füchtorfer

„Wir haben selbst Bisons gehabt, daher weiß ich, worauf es ankommt und was gefragt ist“, sagt Frank Heseker. Er hat alles verwertet, was das Tier liefern konnte. Die Nachfrage nach den Fleischpaketen sei groß und in den vergangenen Wochen gestiegen, das gelte auch für Rind- und Schweinefleisch.

Kein Parasitendruck

„Wir konnten es selbst so nicht verkaufen. Das verbietet das Lebensmittelrecht“, sagt Hartmann-Niemerg. Bisonfleisch schmecke sehr intensiv mit leichtem Wildeinschlag. Bisonfleisch habe 30 Prozent weniger Wasser als Rind, zudem sei Fett nicht der Geschmacksträger, das das Fleisch sehr fettarm sei. „Man muss es ganz vorsichtig und langsam bei niedriger Temperatur garen“, empfiehlt Hartmann-Niemerg. Auf keinen Fall sollte ein Laie seine Kochkünste an dem hervorragenden Fleisch ausprobieren.

Eins garantiert Georg Hartmann-Niemerg, nämlich dass die Bisons immer draußen seien und dort stressfrei leben könnten. Dank der leichten Böden in Rippelbaum gebe es da keinen Parasitendruck, und die Tiere seien immer kerngesund.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7404599?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F130%2F
Nachrichten-Ticker