Schrittweise Öffnung der Kindertagesstätten
„Es wird höchste Zeit“

Sassenberg/Füchtorf -

Die Kindertagesstätten dürfen so langsam wieder öffnen. Den Auftakt machen ab heute die Schulkinder der Eltern wieder in den Kindergarten, die Transferleistungen, also Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beziehen.

Donnerstag, 14.05.2020, 11:43 Uhr aktualisiert: 14.05.2020, 15:56 Uhr
Ab heute dürfen die Schulkinder der Eltern, die Transferleistungen beziehen, sowie die Kinder, die integrativ gefördert werden, wieder in die Kindergärten. Auch die Kindertagesstätte „Abenteuerland“ freut sich darauf, wieder mehr Leben im Haus zu haben.
Ab heute dürfen die Schulkinder der Eltern, die Transferleistungen beziehen, sowie die Kinder, die integrativ gefördert werden, wieder in die Kindergärten. Auch die Kindertagesstätte „Abenteuerland“ freut sich darauf, wieder mehr Leben im Haus zu haben. Foto: Ulrich Lieber

Für stressgeplagte Eltern zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Ab heute dürfen die Schulkinder der Eltern wieder in den Kindergarten, die Transferleistungen, also Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beziehen. Zudem dürfen auch Kinder, die integrativ gefördert werden, wieder in die Kitas kommen. Die Öffnung erfolgt nun nach und nach für die Kinder, die nach den Sommerferien in die Schule kommen.

Ab dem 28. Mai dürfen dann alle Schulkinder wiederkommen.

Helmut Helfers

„Ab dem 28. Mai dürfen dann alle Schulkinder wiederkommen“, sagt Sozialamtsleiter Helmut Helfers . Es werden dann kleinere Gruppen, sogenannte Gruppensettings, gebildet. Je nach Grundkonstellation werden bei den ein- bis dreijährigen Kindern kleine Gruppen bis fünf Teilnehmer und bei den älteren bis zu 15 Teilnehmer gebildet. Bislang waren schon Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen und seit dem 29. April auch Kinder von Alleinerziehenden in den Bildungseinrichtungen.

»Wir müssen bestimmte Hygienestandards einhalten. Dazu gehört natürlich häufiges Händewaschen. Wir haben überall Piktogramme aufgehängt, die das richtige Waschen zeigen. Die Kinder machen das super“, versichert Helmut Helfers. Eine Maskenpflicht werde es aber nicht geben, denn das sei den Kleinen nicht zuzumuten. Auch das Außengelände der Einrichtungen darf genutzt werden, aber auch hier werden dann Gruppen gebildet, die versetzt spielen. Die Außengelände bieten dafür in alle Kindergärten ausreichend Platz.

Es wird höchste Zeit, dass wir zur Normalität zurückfinden.

Helmut Helfers

„Es geht voran, aber man merkt schon an den Anfragen der Eltern, dass die auf dem Zahnfleisch gehen. Es wird höchste Zeit, dass wir zur Normalität zurückfinden.“ Allerdings werde das noch eine Weile dauern, und für manche Eltern seien bestimmte Regelungen nicht leicht verständlich. Aber auch die Erzieherinnen sehnen sich danach, dass alle Kinder wiederkommen.

„Wir müssen jetzt natürlich schauen, wie es personell passt, denn wir haben auch Kolleginnen, die über 60 Jahre alt sind oder Vorerkrankungen haben und damit nicht zur Verfügung stehen“, erklärt Helfers. Deshalb sei es nicht in jeder Einrichtung möglich, das voll gebuchte Zeitkontingent zu bieten. „Wir müssen mit den Eltern reden, dass sie eventuell eine kürzere Zeit akzeptieren. Manche Einrichtungen haben über 30 Schulkinder. Eventuell können manche Kinder auch nur nachmittags kommen, damit sie einen Input für die Schule erhalten“, hofft Helfers auf das Entgegenkommen der Eltern.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7407963?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F130%2F
Nachrichten-Ticker