Kolpingsfamilie zieht Konsequenz aus Fehlverhalten einiger Bürger
Alle Container abgebaut und gereinigt

Sassenberg -

Die Kolpingsfamilie hat aus dem Fehlverhalten einiger Bürger ihre Konsequenzen gezogen und die Altkleidercontainer abgebaut. Sie nutzte zudem die Gelegenheit, die Behälter zu reinigen und zu reparieren.

Dienstag, 19.05.2020, 10:22 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 16:14 Uhr
Das fleißige Team (v. l.): Paul Twehues, Anton Röhl, Jutta Zimmermann, Ludger Sparenberg und Hermann Dietz. Paul Budde und Rudi Völler haben die Manschaft komplettiert.
Das fleißige Team (v. l.): Paul Twehues, Anton Röhl, Jutta Zimmermann, Ludger Sparenberg und Hermann Dietz. Paul Budde und Rudi Völler haben die Manschaft komplettiert. Foto: Kolpingsfamilie

Schon mehrfach wurde auf die des Öfteren katastrophalen Zustände an den Containern hingewiesen. Viele Menschen haben die Standorte vermüllt und Säcke mit Kleidung einfach so abgelegt. Oft wurden diese aufgeschnitten, durchwühlt und dann liegengelassen. „Wir weisen in diesem Zusammenhang immer wieder darauf hin, dass lose und verdreckte Ware von uns entsorgt werden muss, da sie in den Sortierwerken nicht angenommen werden. Zu dieser Ware, welche entsorgt werden muss, zählen auch lose Bettfedern, Sitzauflagen, Hausmüll, Gartenabfälle und auch Farbe – wurde alles schon in den Containern gefunden. Dadurch entstehen Kosten, die unseren Erlös mindern und nicht mehr für soziale Zwecke eingesetzt werden können“, teilt die Kolpingsfamilie mit.

Bereits Anfang Mai hat die Kolpingsfamilie ihre Sammelcontainer für die Altkleider verschlossen. Durch Corona gab es einen Einbruch bei der Vermarktung der Kleidung. Darum wurden nicht nur die Sortierwerke in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden und Belgien vorübergehend geschlossen. „Trotz Hinweisen auf den Containern, dass wir vorübergehend keine Kleidung annehmen können, wurden diese zum Teil gewaltsam geöffnet oder die Kleidung vor den Container abgelegt. Einige Containerstandorte wurden dadurch extrem vermüllt. Da einige Container auf privaten Grundstücke stehen ist so ein Zustand gerade dort nicht hinnehmbar.“ Um Streit mit Eigentümer und auch den Behörden zu vermeiden hat die Kolpingsfamilie beschlossen, die 14 öffentlich zugängigen Container, einzusammeln und bis zum Zeitpunkt, der wieder möglichen Sammlung, einzulagern. „Wir haben gleich alle Container gereinigt und wenn nötig ausgebessert.“

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