SPD stellt Antrag auf Sperrung
Autofahrer nutzen fleißig Fuß- und Radweg

Füchtorf -

Der Wirtschaftsweg ist seit 2013 nur noch als Fuß- und Radweg zu nutzen, doch viele Autofahrer lassen sich davon nicht beirren und fahren dort munter weiter. Darum hat die SPD einen Antrag auf Sperrung gestellt.

Mittwoch, 27.05.2020, 07:42 Uhr aktualisiert: 27.05.2020, 11:26 Uhr
An dieser Brücke über den Speckengraben möchte die SPD gerne einen Absperrpfosten einrichten, auch um die Brücke zu schonen.
An dieser Brücke über den Speckengraben möchte die SPD gerne einen Absperrpfosten einrichten, auch um die Brücke zu schonen.

Die SPD hatte den Antrag auf Sperrung der Wirtschaftswegeverbindung in Höhe des ehemaligen Modellflugplatzes in Gröblingen gestellt. Der Wirtschaftsweg war im Jahr 2013 zu einem reinen Fuß- und Radweg umgewidmet worden, der lediglich für den Land- und Forstwirtschaftlichen Verkehr frei ist. Doch viele Autofahrer halten sich offenbar nicht an diese Neuregelung und nutzen die Strecke munter weiter – vor allem in den Morgenstunden und im Feierabendverkehr. „Die Praxis ist anders als erlaubt. Die Straße wird missbräuchlich befahren“, bestätigte Uphoff .

„Das ist eine Ausweichstrecke, die von mehreren Fahrzeugen genutzt wird. Das ist für Radfahrer nicht angenehm“, sagte Klaudius Freiwald (SPD). Ludwig Heseker (FWG) sprach sich dennoch gegen eine Sperrung aus und plädierte für Strafen. „Man sollte der Landwirtschaft den Platz lassen“, meinte auch Dirk Schöne (CDU). Georg Hartmann-Niemerg (Grüne) schlug vor, den Landwirten einen Schlüssel für den Pfosten zu geben, so wie es gängige Praxis sei.

„Es ist nicht richtig deutlich, dass man da nicht fahren darf“, meinte Michael Querdel (FWG). Der Weg sei sehr breit und daher werde nicht klar, dass es sich um einen reinen Fuß- und Radweg handele. Dem stimmte Ludwig Heseker zu: „Der Weg war immer offen, deshalb denken viele, dass man dort fahren darf. Vielleicht sollte doch ein rotes Verbotsschild hin.“

Bürgermeister Josef Uphoff regte an, noch einmal mit dem Straßenverkehrsamt zu sprechen, um über eine neue Beschilderung nachzudenken. Entsprechend wurde der Antrag der SPD erstmal zurückgestellt und die Stadt beauftragt, das Gespräch zu suchen.

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