Versammlung der FWG
Starker Rückhalt für Philipper

Sassenberg -

Die FWG hat Johannes Philipper mit großer Mehrheit zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt. Der Liberale freute sich über die große Rückendeckung und zeigte sich für die Wahl sehr optimistisch.

Samstag, 13.06.2020, 12:17 Uhr aktualisiert: 15.06.2020, 16:58 Uhr
Die Kandidaten für die Wahlbezirke stellten sich gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten Johannes Philipper zum Foto.
Die Kandidaten für die Wahlbezirke stellten sich gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten Johannes Philipper zum Foto. Foto: Ulrich Lieber

Die FWG hat am Mittwochabend ihre Kandidaten für die 13 Wahlbezirke gewählt und Johannes Philipper ( FDP ) mit großer Mehrheit zum Bürgermeisterkandidaten ernannt. 22 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen und zwei Nein-Stimmen lautete das Abstimmungsergebnis für Philipper. „Das ist ein starker Rückhalt. Ich freue mich auf den gemeinsamen Wahlkampf“, bedankte sich der Liberale.

Im Sitzungssaal des Rathauses fühlte sich der Vorsitzende Karsten Schuckenberg „wie bei einer Ratssitzung“. Er freute sich, dass er fünf neue Mitglieder in den Reihen der FWG begrüßen durfte, so dass die Gesamtzahl nun auf 50 Mitglieder angewachsen ist. Der Rückblick fiel aufgrund der Corona-Pandemie recht kurz aus. „Am 10. März haben wir noch Planungen für den Schachblumenmarkt gemacht“, erinnerte er sich. Nun seien alle Planungen – auch für die beliebten Radtouren – erstmal auf Eis gelegt. Aber es gebe eine neue Internetseite, da die alte doch schon in die Jahre gekommen sei. Für 25 Jahre Mitgliedschaft ehrte Schuckenberg das Mitglied Norbert Henkemeyer.

Das ist ein echter Standortnachteil.

Franz-Josef Linnemann

Franz-Josef Linnemann berichtet von der Arbeit der Fraktion und riss einige politsche Themen an. Unter anderem erinnerte er an die geplanten Baugebiete in Füchtorf, die durch das Geruchsgutachten aufgegeben werden musste. Nun sei die größtmögliche Variante in der Planung.

Linnemann erinnerte an viele Anträge der FWG, wie beispielsweise zur Windenergie und berichtete, dass die Bezirksregierung gar nicht so sehr drängen würde, so dass noch ein wenig Zeit bliebe. In Sachen Glasfaserausbau sei ihm der Bürgermeister viel zu konservativ. „Das ist ein echter Standortnachteil“, machte er deutlich. Für die Zukunft sei auch der Umbau der alten Füchtorfer Sporthalle zum Gemeinschaftshaus wichtig. Weitere Themen waren das Freibad, der Spielplatz am Feldmarksee oder die Unterflurcontainer. „Wir müssen abwarten, was die Gewerbesteuer macht. Die geplanten Summen sind wohl nicht zu erzielen, so dass einiges verschoben werden muss“, befürchtete Linnemann. „Wir brauchen in jedem Fall eine innovative FWG und einen innovativen Bürgermeister. Darum brauchen wir Johannes Philipper.“

Damit hatte Philipper die Gelegenheit, sich noch einmal vorzustellen. „Wir müssen die Mehrheit der CDU brechen und den Chefsessel übernehmen“, wünschte er sich. Er selbst sei kein politisches Greenhorn mehr, sondern seit elf Jahren in den Kommunalpolitik aktiv. „Wir haben viele inhaltliche Übereinstimmungen. Die Entscheidung über den Bürgermeister ist eine überparteiliche Personenwahl. Ich möchte Stadt und Verwaltung nach vorne bringen.“ Der 32-Jährige ging noch einmal auf zahlreiche aktuelle Themen ein, lobte den Einsatz der FWG in Sachen Windenergie und zeigte sich insgesamt optimistisch. „Ich sehe auch die Finanzlage etwas entspannter.“ Für den Fall, dass er die Wahl gewinnt, werde er berufsbegleitend einen Verwaltungslehrgang 2 belegen. „Ich traue mit das zu. Ich bin noch jung und möchte den Mitarbeitern auf Augenhöhe begegnen.

Ich gehe davon aus, dass ich bei der Kommunalwahl am 13. September Bürgermeister werde.

Johannes Philipper

Dass er auch einen Wahlbezirk besetze, sei für ihn kein Widerspruch. Sollte er Bürgermeister werden, werde er alle FDP-Ämter niederlegen. Auf die Frage, wie er seine Chancen sehe, antwortete Philipper ganz selbstbewusst: „Ich gehe davon aus, dass ich bei der Kommunalwahl am 13. September Bürgermeister werde.“

Die FWG-Kandidaten für die Wahlbezirke: Franz-Josef Linnemann, Robert Budde, Michael Querdel, Raphael Bröckers, Karin Schuckenberg, Karsten Schuckenberg, Peter Holz, Jens Büdenbender, Christian König, Birgit Molsberger, Dimitri Sauer, Thomas Diekmann und Reinhard Versmold. Die ersten Listenplätze belegen: Peter Holu, Franz-Josef Linnemann, Karsten Schuckenberg, Robert Budde, Birgit Molsberger und Jens Büdenbender.

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