Mehrere Architektenvorschläge
Neubau der Gebäude des Freibades

Sassenberg -

Die Mitglieder des Rates sind sich einig. Die Gebäude am Freibad sollen nicht mehr saniert werden. Ein Neubau soll her, und dafür werden nun mehrere Architekten angefragt.

Donnerstag, 18.06.2020, 10:33 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 15:06 Uhr
Der Charme der runden Bebauung des Gebäudes soll nach Möglichkeit erhalten bleiben. Die Ratsmitglieder wünschen sich nun mehrere Vorschläge, um die bestmögliche Lösung zu finden.
Der Charme der runden Bebauung des Gebäudes soll nach Möglichkeit erhalten bleiben. Die Ratsmitglieder wünschen sich nun mehrere Vorschläge, um die bestmögliche Lösung zu finden. Foto: Ulrich Lieber

Die Entscheidung ist gefallen. Der Rat der Stadt Sassenberg setzt bei der Sanierung des Freibades auf einen Neubau der Gebäude. Auch die FWG, die sich zunächst für eine Sanierung ausgesprochen hatte, war nach einem Ortstermin davon überzeugt. „Die Renovierung ist doch nicht der richtige Weg“, erkannte Franz-Josef Linnemann . „Wir wollen aber den Charme des Gebäudes erhalten und wünschen uns einen Architektenwettbewerb, um verschiedene Alternativen zu haben.“

Einen ganz neuen Ansatz brachte die CDU ins Spiel. Sie schlug vor, das alte Gebäude zu entkernen und zu erhalten und einen Neubau im nördlichen Bereich hinter dem Kiosk zu errichten. „Ein Vorteil dieser Lösung ist, dass auch der Sportverein VfL die Umkleiden nach dem Bau des neuen Kunstrasenplatzes mitnutzen kann – somit entfällt eine Erweiterung des bestehenden Sportlerheims“, heißt es im entsprechenden Antrag. „Das Gebäude steht neun Monate leer, und so könnten wir dem VfL helfen, der ja im Sommer nicht im Einsatz ist“, ergänzte Werner Berheide.

Bei Sanierungen können immer noch Dinge auftauchen, die es noch teurer machen.

Klaudius Freiwald

„Ich bin für Abriss und Neubau. Den CDU-Antrag kann ich nicht unterstützen“, meinte Norbert Westbrink (Grüne). Er sieht vor allem Probleme beim Sauberhalten der sanitären Anlagen und Umkleiden, denn Fußballer kämen mit Granulat oder Rasen unter den Schuhen in die Räume. Klaudius Freiwald (SPD) sprach sich ebenfalls für einen Neubau aus: „Bei Sanierungen können immer noch Dinge auftauchen, die es noch teurer machen.“

„Es gibt immer ein Für und Wider. Es geht darum, dass dieses alte Gebäude erhalten bleibt“, sagte Rüdiger Völler (CDU). Johannes Philipper unterstützte die Idee, einen Architektenwettbewerb auszuschreiben. „Das Freibad ist das Eingangstor zum Brook. Ein zweites Gebäude sehe ich da eher nicht.“ Zudem sollte die Stadt darauf achten, mögliche Fördermittel für das nächste Jahr zu beantragen.

„Ich finde es auch eine gute Idee, sich Ideen von Architekten zu holen. Dann sollten wir ihnen aber auch die freie Wahl bei der Ausarbeitung lassen“, regte Martin Arenhövel (CDU) an. Dieter Sökeland (CDU) wünschte sich, dass dabei der Aspekt der Nutzung durch den VfL mit einfließen sollte. „Das würde ich gerne im Wettbewerb wiederfinden.

Letztlich waren sich alle einig, dass ein Neubau notwendig wird. Bürgermeister Josef Uphoff regte an, dass er nun im Vorfeld zur nächsten Sitzung mehrere Architekturbüros anfragt und nach den Kosten für eine Präsentation fragt. Dies wurde einstimmig beschlossen, so dass es nach den Sommerferien weitergehen wird.

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