Acht Infizierte in Sassenberg
Spielregeln einhalten

Sassenberg -

Acht Corona-Infizierte wurden gestern in Sassenberg registriert, alle aus dem Umfeld der Firma Tönnies, bestätigte Bürgermeister Josef Uphoff. Seine größte Hoffnung, neben dem Mitgefühl für die Betroffenen, ist es, dass es nicht zu einem erneuten Lockdown kommt.

Montag, 22.06.2020, 19:56 Uhr aktualisiert: 23.06.2020, 10:47 Uhr
Das Bild der „lustigen Tiere“ ist an Sarkasmus kaum zu überbieten. Der Fall Tönnies hat auch Auswirkungen auf Sassenberg, denn es gibt acht Infizierte.
Das Bild der „lustigen Tiere“ ist an Sarkasmus kaum zu überbieten. Der Fall Tönnies hat auch Auswirkungen auf Sassenberg, denn es gibt acht Infizierte. Foto: imago images/Noah Wedel

Wochenlang stand bei der Zahl der Neuinfizierten in Sassenberg die Null. Doch der Fall Tönnies trifft auch die Hesselstadt, die nun acht Infizierte beklagt. „Es sind alles Mitarbeiter, beziehungsweise Menschen aus dem Umfeld der Firma Tönnies“, bestätigt Bürgermeister Josef Uphoff auf WN-Nachfrage. Tatsächlich sei es schwierig gewesen, die Adressen zu erhalten, doch nach dem derzeitigem Stand müssten nun alle erfasst sein. „Ich gehe davon aus, dass wir alle erwischt haben“, ist Uphoff optimistisch. Er bedauert vor allem die Mitarbeiter, die als schwächstes Glied nun die Leidtragenden sind. „Die Arbeits- und Wohnbedingungen sind bescheiden, das ist unstrittig“, bleibt Uphoff noch moderat in seiner Einschätzung. Er wolle auch nicht beurteilen, wer Schuld habe. Letztlich seien in den Schlachthöfen die Bedingungen für das Virus offensichtlich ideal. „In Sassenberg leben auch Bürger, die in anderen Bereichen bei Tönnies arbeiten, und die sind nicht betroffen.“

Wichtig sei, dass es nicht zu einem erneuten Lockdown komme. „Das wäre den Bürgern irgendwann nicht mehr zu vermitteln“, weiß Uphoff. Er hofft, dass es bei den acht Infizierten bleibt und dass die sich an die Quarantäne halten. „Die Familienmitglieder sind zum Glück alle negativ getestet worden.“ Uphoff appelliert an die Bevölkerung, die Hygienemaßnahmen weiter ernst zu nehmen. „Wenn man die Spielregeln nicht einhält, kann sich das Virus schnell wieder ausbreiten.“ Den acht Infizierten wünscht er, dass sie ohne Probleme gesund werden.

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