Heimatverein und Tourismusgemeinschaft installieren Schilder
Auf den Spuren der Unkemänner

Füchtorf -

In ihre Fußstapfen treten müssen Touristen nun nicht gerade. Denn die Unkemänner sind in Füchtorf und Sassenberg nicht für ihre guten Taten bekannt. Bis vor hundert Jahren sollen sie der Legende nach in der Gegend ihr Unwesen getrieben haben. Erradeln dürfen Touristen die Unkemänner-Route dagegen sehr gerne. Deshalb gibt es nun neue Hinweisschilder.

Donnerstag, 25.06.2020, 18:09 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 14:48 Uhr
Bernhard Rothaus, Gregor Krützkamp, Rüdiger Völler, Clemens Knappheide und Josef Hälker haben am Auerochsendenkmal ein Schild mit der Karte der Unkemänner-Route installiert.
Bernhard Rothaus, Gregor Krützkamp, Rüdiger Völler, Clemens Knappheide und Josef Hälker haben am Auerochsendenkmal ein Schild mit der Karte der Unkemänner-Route installiert. Foto: Ulrich Lieber

Die Unkemänner sollen der Legende nach bis vor etwa hundert Jahren die Gegend rund um Füchtorf und Sassenberg unsicher gemacht haben. Heute erinnert die Unkemänner-Route an die dunklen Gestalten von einst. Beginnend am Auerochsenstein geht es mit dem Fahrrad auf eine rund 25 Kilometer lange Strecke, die 19 interessante Haltepunkte bietet.

Tourismusgemeinschaft und Heimatverein Füchtorf stellen acht Schilder auf

Damit die Radtouristen noch besser informiert sind, haben die Tourismusgemeinschaft und der Heimatverein Füchtorf gemeinsam drei neue große Schilder aufgestellt, auf denen die Strecke erklärt wird. Natürlich steht das erste Schild am Startpunkt. Eine zweite Karte findet sich am Dreiländereck und die dritte schließlich am weißen Kreuz.

Wir wollen unser Dorf schöner machen und beleben.

Heimatvereinsvorsitzender Gregor Krützkamp

Aber die fleißigen Helfer mit Clemens Knappheide, Gregor Krützkamp , Josef Hälker, Bernhard Rothaus und Rüdiger Völler haben noch fünf weitere, kleine Schilder installiert, die Informationen zum jeweiligen Ort liefern. Am Auerochsendenkmal wird zum Beispiel darüber berichtet, dass sich hier ein Moor auf einer Fläche von acht mal 1,5 Kilometer erstreckt. Bei der Abtorfung fand man 1897 ein Steinbeil, 1880 ein Einbaumboot und 1844 tatsächlich das Skelett eines Auerochsen. Einbaum und Skelett sind im geologischen Museum in Münster zu sehen. Weitere Infotafeln gibt es am Cholerafriedhof, beim Atlas, am Eiskeller und am weißen Kreuz. Um die Bilder dazu haben sich Clemens Knappheide und Stefan Netteln­stroth gekümmert.

An den drei großen Hinweistafel gibt es auch Flyer

An den drei Kartenschildern sind zudem Spender für Flyer mit der Unkemänner-Route angebracht.

„Wir bekommen oft Anfragen von Leuten aus dem Ruhrgebiet, was man hier machen kann. Wir erklären dann immer, dass die Touren bei den Campingplätzen ausliegen“, sagt Rüdiger Völler. Dank der Kooperation mit dem Heimatverein können nun auch die Flyer direkt an der Unkemänner-Route gefunden werden.

„Wir haben gemeinsame Ziele. Wir wollen unser Dorf schöner machen und beleben“, erklärt der Heimatvereinsvorsitzende Gregor Krützkamp. Als nächste Aktion plant der Heimatverein die Einrichtung eines Waldlehrpfades.

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