Marien-Kindergarten: Improvisieren bei der Verabschiedung
Team im Wechselbad der Gefühle

Füchtorf -

Abschied zu feiern in Zeiten von Corona steht leider unter dem Motto, „Weniger geht immer.“ Dies mussten nun auch die 23 Maxi-Kinder des Marien-Kindergartens in Füchtorf erfahren. Sollte doch gerade das letzte Kindergartenjahr vor dem Beginn der Schulzeit für diese Kinder ein ganz besonderes Jahr werden.

Dienstag, 30.06.2020, 06:33 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 16:03 Uhr
Das Bild zeigt die Stellwand aus dem Wortgottesdienst, der Bestandteil der Verabschiedung der Maxi-Kinder war.
Das Bild zeigt die Stellwand aus dem Wortgottesdienst, der Bestandteil der Verabschiedung der Maxi-Kinder war. Foto: privat

Neben den regelmäßigen Maxi-Treffs, in denen ganz spezielle Angebote für die „Großen der Einrichtung“ durchgeführt werden, standen auch natürlich ein Ausflug, das Abschiedsfest und als Höhepunkt die Übernachtung auf dem Programmplan. Mit dem Lockdown im März war bereits klar, dass all diese Highlights nun nicht mehr im gewohnten Rahmen stattfinden können, heißt es in einer Presseinformation. Als dann endlich am 8. Juni alle Kinder wieder in den Kindergarten zurückkehren durften, schöpften die Familien und das KiTa-Team ein wenig Hoffnung auf einen Abschied im feierlichen Rahmen.

Da die Füchtorfer Kirche ausreichend Platz für alle Abschlusskinder und ihre Eltern bietet, war schnell die Idee geboren, dort einen Abschieds-Gottesdienst zu feiern und im Anschluss die Kirche auch für weitere Aktionen der Verabschiedung zu nutzen. Doch keine zwei Tage vor der Feier kam dann die erschreckende Nachricht des zweiten Lockdowns für den Kreis Warendorf – und damit mussten alle, im Vorfeld sowieso schon abgespeckten Pläne wieder über Bord geworfen werden.

Nach einer Krisensitzung am vergangenen Dienstagnachmittag stand aber für das KiTa-Team fest, dass den Kindern auf jeden Fall noch ein Abschied im möglichen Rahmen bereitet werden sollte. So wurde der Gottesdienst am letzten erlaubten Kindergartentag spontan in die Einrichtung verlegt. Nur die Maxi-Kinder mit ihren Gruppenerzieherinnen feierten dann in der Turnhalle unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen unter Leitung von Pfarrer Rösner einen Wortgottesdienst zum Thema „Unter Gottes Schirm.“ Im Anschluss daran führten die Erzieher als Überraschung das Theaterstück „Aschenbrödel“ in lustiger Version vor. Lachend kehrten die Kinder danach zurück in ihre Gruppen und erzählten begeistert von der Vorführung ihrer Erzieher.

Alle Familien der Maxi-Kinder wurden zudem am Dienstagabend darüber informiert, ihre Kinder erst nach 12.30 Uhr an diesem Tag abzuholen. So konnten sich die Gruppenerzieherinnen in Ruhe von ihnen verabschieden. Die Kinder bekamen ihre Kindergartenmappen, ein Abschiedsgeschenk und eine kleine Überraschungsbox, gefüllt mit netten Utensilien als Trost für die ausgefallene Übernachtung in der KiTa.

Alles in allem waren diese Aktionen zwar kein Ersatz, aber dennoch in dieser schwierigen Zeit ein kleiner Trost für die vielen versäumten Veranstaltungen. Dankbar dafür sagten auch die Eltern „ Auf Wiedersehen“ und überreichten Matthias Klösener, dem Leiter der Einrichtung, ein Kamishibai-Theater als Abschiedsgeschenk für den Kindergarten.

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