Ferien-Spiel-Sprachkurs für elf Kinder
Spielerisch die deutsche Sprache lernen

Füchtorf -

Elf Kinder lernen derzeit in der alten Füchtorfer Sporthalle spielerisch die deutsche Sprache. Geleitet wird der Ferien-Spiel-Sprachkurs von den speziell ausgebildeten Sprachlernbegleiterinnen Yvonne Geiß und Michaela Ruwe.

Mittwoch, 22.07.2020, 08:10 Uhr aktualisiert: 22.07.2020, 14:25 Uhr
Elf Kinder genießen derzeit ein Ferien-Spiel-Sprachprogramm in der alten Füchtorfer Sporthalle. Michaela Ruwe und Yvonne Geiß (sitzend) leiten den Kurs.
Elf Kinder genießen derzeit ein Ferien-Spiel-Sprachprogramm in der alten Füchtorfer Sporthalle. Michaela Ruwe und Yvonne Geiß (sitzend) leiten den Kurs. Foto: Ulrich Lieber

A – der Apfel, B – die Banane, C – die Clementine steht an der Tafel, und natürlich wird die Reihe bis zum Buchstaben Z fortgeführt. Amina schreibt für den Buchstaben M eine Mango auf. Elf Kinder lernen derzeit in der alten Füchtorfer Sporthalle spielerisch den Umgang mit der deutschen Sprache. Am Dienstag stand das Thema Obst auf dem Stundenplan.

Seit dem 13. Juli und bis zum 23. Juli sind die Erst- bis Drittklässler jeweils von 8.30 bis 11.30 Uhr im Ferien-Spiel-Sprachkurs aktiv. Geleitet wird er von den speziell ausgebildeten Sprachlernbegleiterinnen Yvonne Geiß und Michaela Ruwe . „Wir wollen die Sprachkompetenz fördern, weil es in der Familie nicht stattfindet“, erklärt Michaela Ruwe. Die Kinder kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern, wie Moldawien, Syrien, dem Irak, Sri Lanca oder Rumänien. Und sie alle verständigen sich auf Deutsch.

Bedingt durch die Corona-Pandemie ist das ursprünglich für die Osterferien geplante Sprachprogramm „FIT – Fit in Deutsch“ der Stadt Sassenberg ausgefallen. Es soll aber in den Herbstferien nachgeholt werden. Damit die Kinder den Lernrückstand durch Corona ein wenig aufholen können, wurde dieses selbstorganisierte Sprachprogramm von Schulleitern Marlies Borisch und die Flüchtlingskoordinatorin Gaby Farwick-Achterhold organisiert. Die Kosten dafür übernimmt die Stadt Sassenberg.

„Durch Corona ist die Schere größer geworden, denn die Kinder konnten zu Hause wenig machen, weil die Eltern ihnen die Hausaufgaben nicht erklären konnten“, berichtet Michaela Ruwe. Damit die Hygienevorschriften eingehalten werden, bekamen die Kinder Masken geschenkt, die sie in einer Aktion selbst bemalen durften. Mit vielen Spielen und interessanten Themen lernten die Kinder viele neue Wörter. So gab es beim Obst auch ein Rezept für einen leckeren Salat. Da mussten Orangen geschält, Äpfel geviertelt oder Bananen klein geschnitten werden.

Das Programm FIT ist in sich viel digitaler, aber Michaela Ruwe brachte ein Laptop und einen Beamer mit und zeigte den Kindern beispielsweise das Sprachlernprogramm „Sag es auf Deutsch.“

Schulsozialarbeiterin Irina Twehues zeigt sich ebenfalls angetan von dieser Aktion und lobt die gute Zusammenarbeit mit Gaby Farwick-Achterhold. „Wir arbeiten Hand in Hand. Das ist sehr unkompliziert“, freut sie sich.

Bis Donnerstag dürfen die Kinder das Sprachprogramm noch genießen und sich ein wenig von Corona ablenken lassen, bevor es bald wieder in die Schule geht.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7503125?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F130%2F
Nachrichten-Ticker