Philipper tauscht sich mit Jägern aus
Stadt sollte Blühstreifen fördern

Füchtorf/Sassenberg -

Ferdinand Freiherr von Korff (Hegeringleiter Füchtorf), Bernhard Knollmeier (Hegeringleiter Sassenberg) und Martin Sievers (Obmann für Öffentlichkeitsarbeit) trafen sich mit Bürgermeisterkandidat Johannes Philipper zu einem gemeinsamen Austausch im Wappensaal des Herrenhauses Harkotten.

Mittwoch, 22.07.2020, 14:24 Uhr
Ferdinand Freiherr von Korff (Mitte), Hegeringleiter Füchtorf, und Bernhard Knollmeier (r.), Hegeringleiter Sassenberg, trafen sich mit Bürgermeisterkandidat Johannes Philipper zu einem gemeinsamen Austausch im Wappensaal des Herrenhauses Harkotten.
Ferdinand Freiherr von Korff (Mitte), Hegeringleiter Füchtorf, und Bernhard Knollmeier (r.), Hegeringleiter Sassenberg, trafen sich mit Bürgermeisterkandidat Johannes Philipper zu einem gemeinsamen Austausch im Wappensaal des Herrenhauses Harkotten. Foto: FDP

Die beiden Vereine haben zusammen über 200 Mitglieder und betreuen in knapp 30 Revieren über 10 000 Hektar Land- und Forstfläche.

Dabei geht es aber nicht nur um die eigentliche Jagd, sondern auch um viele andere Themen. „Wir reinigen jedes Jahr mehrfach die Wälder und entfernen zum Beispiel illegal entsorgten Müll“, nennt von Korff ein Beispiel.

Saatgut für Blühstreifen

Neben der Waldpflege organisieren die Mitglieder auch das Anlegen von Blühstreifen, indem sie Landwirten das entsprechende Saatgut zur Verfügung stellen. „Ich finde, die Stadt sollte den Kauf weiteren Saatguts finanziell unterstützen, damit deutlich mehr Flächen für Blühstreifen genutzt werden können“, machte Philipper laut einer Pressemitteilung deutlich. „Es ist wichtig, dass wir bei diesem Thema die Landwirtschaft mitnehmen“, ergänzte Bernhard Knollmeier. Bereits heute sind Hegering und Landwirte in regelmäßigem Austausch. Gerade jetzt in der Erntezeit unterstützen die Hegeringe die Landwirte beispielsweise bei der Rehkitz-Rettung, indem sie einen Tag vor der Ernte mit Hunden die Felder absuchen.

„Rollende Waldschule“

Martin Sievers erklärte Philipper zudem das Konzept der „Rollenden Waldschule“. „Wir haben einen Anhänger mit über 200 verschiedenen Präparaten von Pflanzen und Tieren, mit dem wir bei Interesse von Schulen und Kindergärten den Kindern den Lebensraum Wald näherbringen.“ In einem normalen Jahr hat Sievers mit der Waldschule über 220 Termine im Kreis Warendorf. Philipper begrüßte dieses Projekt: „Jedes Kind in Sassenberg und Füchtorf sollte die Möglichkeit bekommen, mindestens einmal an der Waldschule teilnehmen zu können.“ Entsprechend schlug er vor, dass die Stadt sich an den Kosten der „Rollenden Waldschule“ beteiligen sollte.

Angebote bei Ferienspieltagen

Beide Hegeringe beteiligen sich auch aktiv an den Ferienspieltagen in Sassenberg und Füchtorf, die dieses Jahr aber ausfallen müssen. „Wir bieten Kindern an, gemeinsam mit den Jägern ein paar Stunden auf dem Hochsitz zu verbringen, um Tiere zu beobachten und die Natur zu erfahren“, erklärte von Korff. „In Sassenberg bietet der Hegering den Kindern eine mehrstündige Waldführung an“, ergänzte Sievers.

Nicht zuletzt habe der Hegering 2019 über 1500 Bäume gepflanzt und dieses Jahr über 200 Nistkästen für Meisen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners angebracht, berichtete Knollmeier.

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