Ausbildung zum Pastoralreferenten
„Mir liegt die Arbeit mit Menschen“

Sassenberg -

Michel Dornbusch wird ab dem 3. August seine Ausbildung zum Pastoralreferenten in Sassenberg beginnen. Johannes Lohre wird ihn dabei als Mentor begleiten und ihm alle Facetten das pastoralen Lebens vorstellen.

Donnerstag, 30.07.2020, 12:25 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 16:30 Uhr
Pastoralreferent Johannes Lohre (L.) begleitet Michel Dornbusch in den nächsten drei Jahren auf dem Weg zum Pastoralreferenten.
Pastoralreferent Johannes Lohre (L.) begleitet Michel Dornbusch in den nächsten drei Jahren auf dem Weg zum Pastoralreferenten. Foto: Ulrich Lieber

Die Pfarrgemeinde St. Marien und Johannes bekommt Anfang August Verstärkung. Der 24-jährige Michel Dornbusch wird in den kommenden drei Jahren seine Ausbildung zum Pastoralreferenten in Sassenberg und Füchtorf absolvieren. „Ich habe Anfang des Jahres eine Anfrage des Bistums erhalten, ob ich jemanden für drei Jahre zur Ausbildung aufnehmen kann“, berichtet Pastoralreferent Johannes Lohre. Da er selbst eine Mentorin während seiner Ausbildung hatte, gefiel ihm diese Idee sehr gut. „Ich fand das super, und es ging dann auch sehr schnell.“

Im ersten Jahr liegt der Schwerpunkt für Michel Dornbusch in der schulischen Ausbildung zum Religionslehrer in der Wilhelm Emanuel von Ketteler-Grundschule in Füchtorf. Dabei hatte Dornbusch zunächst etwas ganz anderes vor. Er begann eine IT-Ausbildung, brach diese aber nach einem halben Jahr ab und absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr bei den Johannitern als Krankenwagenfahrer.

Mir liegt die Arbeit mit Menschen.

Michel Dornbusch

„Mir liegt die Arbeit mit Menschen. In der Schule war ich in der Jugendkirche in Münster aktiv und habe im Schülercafé Lenz das Ehrenamtsteam geleitet“, berichtet der gebürtige Nordwalder. Er hatte zwischenzeitlich Zweifel an seinem Glauben, fand aber durch die Jugendkirche den Weg zurück. Nach dem FSJ begann er das Studium der katholischen Theologie und der Niederlandistik, brach aber auch hier ab und ging schließlich – nach einem Beratungsgespräch an der Uni – an die katholische Hochschule für Religionspädagogik in Paderborn, die vom Bistum getragen wird. Hier studierte er drei Jahre und schloss mit dem Bachelor of Art ab.

Erst vor zwei Wochen erhielt Michel Dornbusch seine Zeugnisse, und nun wechselt er nahtlos nach Sassenberg. Gemeinsam mit seiner Frau ist er im Mai auch schon in die Bauerschaft Subbern gezogen – mitten zwischen Sassenberg und Füchtorf. Dornbusch wird sich der Gemeinde in den Gottesdiensten vorstellen.

Sein zweites und drittes Ausbildungsjahr wird dann an der Seite von Johannes Lohre in der Gemeinde stattfinden. „Er soll alle pastoralen Felder kennenlernen“, sagt Johannes Lohre. Michel Dornbusch weiß, dass die katholische Kirche derzeit viel Kritik einstecken muss. „Ich sehe, dass viel falsch läuft, aber das stachelt mich an, es zu verbessern.“ Auch die Kritik der Frauen nach stärkerer Einbindung in Führungspositionen kann er nachvollziehen. „Die Jugendorganisation BDKJ fordert das schon lange.“

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