Bürgermeisterwahl im ersten Durchgang entschieden
Zitterpartie für Josef Uphoff

Sassenberg -

Das war knapp. Mit 51,3 Prozent zitterte sich Amtsinhaber Josef Uphoff ins Ziel und vermied eine Stichwahl. Herausforderer Johannes Philipper schaffte mit 44,9 Prozent ein achtbares Ergebnis, war aber natürlich enttäuscht.

Sonntag, 13.09.2020, 21:48 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 22:36 Uhr
Bürgermeisterwahl im ersten Durchgang entschieden: Zitterpartie für Josef Uphoff
Foto: Christ

Die Spannung war groß, doch am Ende setzte sich der amtierende Bürgermeister Josef Uphoff doch im ersten Wahlgang durch. Aber es war lange eine Zitterpartie, denn eine Stichwahl lag bis zuletzt noch im Bereich des Möglichen. Mit 51,32 Prozent der Stimmen wurde er für weitere fünf Jahre zum ersten Bürger der Stadt gewählt. Der mit großen Ambitionen gestartete Herausforderer Johannes Philipper musste sich mit 44,87 Prozent der Stimmen begnügen und war sichtlich enttäuscht. Der als krasser Außenseiter ins Rennen gegangene parteilose Kandidat Jörg Mondeel konnte immerhin 3,82 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Josef Uphoff war nach einem spannenden Abend sichtlich erleichtert. „Ich hatte einen größeren Vorsprung erwartet. Ich bin im Wahlkampf von vielen Menschen angesprochen worden, die mich unterstützten. Darum war ich so mutig und hatte mit 55 bis 60 Prozent gerechnet“, gibt Uphoff zu. Dennoch sei er natürlich hochzufrieden und dankbar, dass er weitere fünf Jahre Bürgermeister sein darf. „Ich habe tatsächlich gezittert, denn es hat ja auch was mit Berufsausübung zu tun.“

Johannes Philipper war entsprechend enttäuscht. „Das Ergebnis ist ärgerlich, aber der Bürgermeister wird es schwer haben, denn er hat seine Mehrheit verloren.“ Mit seinem eigenen Wahlkampf war er sehr zufrieden, das Ergebnis hätte ein wenig besser ausfallen können. „Für einen Amtsinhaber sind 51,3 Prozent nicht viel, und für mich sind 45 Prozent aus dem Stand ein gutes Ergebnis.“

Außenseiter Jörg Mondeel hatte sich ohnehin nicht viel ausgerechnet. Vor der Auszählung der Ergebnisse scherzte er: „25,5 Prozent für mich und 49,5 Prozent für Uphoff wären ideal.“ Aber am Ende blieb es bei 3,8 Prozent, aber auch damit war er zufrieden. „Ich wollte einfach mal mit antreten und dafür sorgen, dass sich etwas ändert. Entweder als Alternative oder als Zünglein an der Waage.“ Dazu reichte es letztlich nicht ganz, aber mit dem Sieg von Josef Uphoff war er einverstanden. „Der Uphoff ist okay, der hat ja keine schlechte Arbeit gemacht. Ich wollte Philipper Stimmen wegnehmen“, war Jörg Mondeel letztlich auch Wahlhelfer für den alten und neuen Bürgermeister.

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