Sportabzeichenprüfung im Oktober noch möglich
Das Miteinander steht im Fokus

Sassenberg -

Die Sportabzeichensaison neigt sich dem Ende entgegen. In Sassenberg können noch bis in den Oktober hinein Übungen abgenommen werden. Rund 40 Sportler waren in Füchtorf bislang aktiv.

Freitag, 02.10.2020, 08:02 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 16:44 Uhr
Sportabzeichen: Anja Tönnemann mit den Urkunden vom Vorjahr und Ehegatte Bernhard studiert auf der Tribüne des Sportstadions im Brook die Leistungsanforderungen, um sich das passende rauszusuchen. Derweil trainiert Sofia Große Kunstleve fleißig.
Sportabzeichen: Anja Tönnemann mit den Urkunden vom Vorjahr und Ehegatte Bernhard studiert auf der Tribüne des Sportstadions im Brook die Leistungsanforderungen, um sich das passende rauszusuchen. Derweil trainiert Sofia Große Kunstleve fleißig. Foto: Ulrike von Brevern

„Die Sassenberger ticken anders, die kommen immer zum Schluss“, sagt Maria Rüdenholz-Butterweck lachend. Das ist der Grund, warum die Stützpunktleiterin die Abnahme des Sportabzeichens im Stadion im Brook bis weit in den Oktober hinein möglich macht. Es ist aber auch der Grund dafür, dass sie bislang noch wenig darüber sagen kann, wie die Saison in diesem Jahr laufen wird. Nach Abschluss des Sportabzeichenjahres 2019 hatten Rüdenholz-Butterweck und ihre Kollegin Elke Ulbrich beklagt, dass die Zahl der aktiven Sportler bei den Prüfungen erneut gesunken sei.

In Füchtorf hat sich die Teilnehmerzahl nach zwei schlechteren Jahren in diesem Jahr bei etwa 40 stabilisiert, erzählt Matthias Klösener, der dort auf dem Sportplatz regelmäßig mittwochs von 17 bis 19 Uhr auf interessierte Trainierende wartet.

Es ist immer nett hier.

Anja Tönnemann

Für Rüdenholz-Butterweck die pro Trainingstag durchschnittlich etwa zehn Sportler betreut, läuft es an diesem Mittwoch weniger gut. Doch dann schlendert Sofia Große Kunstleve fertig im Sportdress an der Tribüne entlang. Die über 80-Jährige nimmt ihr 41. Sportabzeichen in Angriff. Und dabei ist sie durchaus ehrgeizig. Dass sie im Schwimmen „nur“ Silber erreicht hat, ärgert sie und auch beim Werfen probiert sie so lange, bis sie den Goldwert erreicht hat.

Da sind auch Anja und Bernhard Tönnemann schon dabei, ebenfalls Stammteilnehmer. Die Stimmung hat sie angelockt, obwohl sie gar kein Sportzeug dabei haben. „Es ist immer nett hier“, lobt Anja Tönnemann und genau das motiviert auch Rüdenholz-Butterweck. Beim Sportabzeichen stehe nicht die Leistung im Mittelpunkt, sondern der Spaß am Sport. „Gut, ein bisschen Ehrgeiz darf schon dabei sein“, sagt sie, und die Anforderung für junge Teilnehmer bis etwa 30 Jahren sei auch hoch. Andererseits gibt es in den vier Prüfungsgruppen eine breite Auswahl. „Man muss sich eben das richtige aussuchen, Medizinball-Werfen geht immer“, sagt Bernhard Tönnemann lachend.

„Mich fasziniert das Miteinander hier beim Sportabzeichentraining“, sagt Rüdenholz-Butterweck, die gerne mehr Menschen motivieren würde. Im Oktober sind sie und Ulbricht noch jeden Mittwoch zwischen 17.30 Uhr und 19 Uhr zur Abnahme des Sportabzeichens im Stadion im Brook zu finden.

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