50 Jahre technotrans
In einer Garage fing alles an

Sassenberg -

Franz Böhnensieker gründete am 1. Oktober 1970 gemeinsam mit seiner Frau Josy ein Maschinen-Konstruktionsbüro als kleinen familiengeführten Nebenerwerb in einer Garage in Harsewinkel. 1990 verkaufte er den Betrieb an fünf leitende Mitarbeiter und legte damit den Grundstein für die spätere Unternehmensgruppe technotrans SE. Längst ist das Unternehmen international bekannt und an der Börse notiert. 50 Jahre – da lohnt ein Blick in die spannende Firmengeschichte.

Montag, 05.10.2020, 08:08 Uhr
Aufsichtsratsvorsitzender Heinz Harling (r.) hat zum Jubiläum ein Buch mit dem Titel „Alles fließt“ verfasst. Vorstandssprecher Michael Finger kann das mit humorigen Geschichten rund um die Firma und Anekdoten bespickte Werk nur jedem ans Herz legen.
Aufsichtsratsvorsitzender Heinz Harling (r.) hat zum Jubiläum ein Buch mit dem Titel „Alles fließt“ verfasst. Vorstandssprecher Michael Finger kann das mit humorigen Geschichten rund um die Firma und Anekdoten bespickte Werk nur jedem ans Herz legen. Foto: technotrans

Heute, fünf Jahrzehnte nach diesem „Grundstein“, agiert das Unternehmen mit einem Umsatz von 208 Millionen Euro auf internationalem Parkett, beschäftigt 1400 Mitarbeiter, darunter 100 Auszubildende, an 18 Standorten in Europa, Amerika sowie Asien und ist seit 22 Jahren börsennotiert.

Mit der Herstellung von Geräten zur Aufbereitung von Feuchtmitteln sowie Kühl- und Temperieranlagen für die Druckindustrie gelang dem Unternehmen der Durchbruch. „Auf dem Gebiet sind wir nach wie vor Marktführer“, bemerkt Vorstandssprecher Michael Finger . Auch in der Kühltechnik von Batterien aller Art seien sie ganz oben angesiedelt, da gebe es keine Mitbewerber. Die präzise Kühlung sei immens wichtig und ein wesentlicher Bestandteil dafür, dass Batterien funktionierten, erklärt er. In der Elektromobilität, vor allem bei High Power Charging (Schnellladen mit hohen Ladeleistungen) kommt die Technologie von technotrans SE außerdem zum Einsatz. Die hohen Ladeströme erzeugen jede Menge Verlustwärme, so dass die Ladestation und vor allem das Ladekabel eine effiziente Kühlung benötigen. technotransSE erschließt zudem kontinuierlich mit hohem technologischen Know-how und großem Erfolg eine Vielzahl weiterer Branchen. Unter anderem in der kunststoffverarbeitenden Industrie, der Laser- und Werkzeugmaschinenindustrie, der Elektromobilität sowie der Medizin- und Scannertechnologie. In vielen Bereichen ist man konkurrenzlos und hat ein Alleinstellungsmerkmal. „Alles wird immer komplexer, besseru nd präziser. Wir liefern individuelle Lösungen, das ist unser Anspruch“, betont Finger. Die Corona-Krise hat auch technotrans vor Herausforderungen gestellt, doch in einigen Bereichen gab es auch Zuwächse. Wie beispielsweise bei den Gepäck-Scannern an Flughäfen. „In der Krise gab es viel weniger Fluggäste und da machte es für die Betreiber Sinn, nachzurüsten.“

Da mussten wir an die Börse. Das war ein unglaubliches Erlebnis

Heinz Harling

„Wir hatten zum Jubiläum eine große Feier für die Mitarbeiter geplant. Die kann aufgrund von Corona nicht stattfinden, wird aber auf jeden Fall nachgeholt“, versichert Heinz Harling . Der 66-Jährige ist ein Urgestein bei technotrans SE. Seit mehr als 40 Jahren lenkt Harling, der auch als Autor agiert und bereits zwei Bücher über das Unternehmen verfasst hat, die Geschicke der Firma. Und das mit großer Leidenschaft. Zunächst als Vertriebsleiter und Geschäftsführer, schließlich Vorstandsvorsitzender bis hin zum Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Diplom-Ingenieur war immer mutig und hat sich den Herausforderungen gestellt. Er habe auch ein paar Fehler gemacht, doch die meisten Entscheidungen seien gut gewesen, ist er sicher. Harling erklärt die in seinem neuen Buch „Alles fließt“. Auch den Börsengang 1998 thematisiert er: „Wir hatten fast zehn Jahre lang ein stetiges Wachstum um 20 Prozent, da mussten wir an die Börse. Das war ein unglaubliches Erlebnis. Vorherwaren wir ein „Hidden Champion“, jetzt auf einmal bekannt. Mein Sohn sah mich im Fernsehen und war fast einwenig geschockt.“

„Das Buch liefert die DNA unserer Firma und zeigt genau auf,wie wir ticken“, legt Finger jedem die Lektüre, die gespickt ist mit Anekdoten und Geschichten aus der Geschichte des Unternehmens, ans Herz. „Zukunft braucht ein starkes Fundament, und die Geschichte ist das Fundament, auf dem das Unternehmen am Ende des Tages steht“ – eine der Kernaussagen. „Wir sind stolz auf unsere Erfolge, die wir Kunden, Mitarbeitern, Partnern und Gründern gleichermaßen zu verdanken haben. Um die Geschichte unseres Unternehmens weiterzuschreiben, wird technotrans auch künftig seine Expertise und Position am Marktkontinuierlichausbauen“, betont Finger. 2025 möchte man die Umsatz-Marke von 300 Millionen Euro knacken. Immer mit dem Erfolgsrezept, „Innovation, Individualität und Zukunftsorientierung“.

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