Förderrichtlinie vorgestellt
Lastenrad statt Familienauto

Sassenberg -

Die Anschaffung eines elektrisch betriebenen Lastenrades soll mit bis zu 800 Euro, eines muskelbetriebenen mit bis zu 500 Euro und eines Lastenanhängers mit bis zu 100 Euro bezuschusst werden. Die entsprechende Förderrichtlinie wurde nun im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt.

Mittwoch, 07.10.2020, 17:10 Uhr
Ein Lastenrad kann auch familientaugliches Transportmittel sein. Hier finden hinten zwei Kindersitze Platz, vorne die Wochenendeinkäufe, und die Länge bleibt im Rahmen eines normalen Rads.
Ein Lastenrad kann auch familientaugliches Transportmittel sein. Hier finden hinten zwei Kindersitze Platz, vorne die Wochenendeinkäufe, und die Länge bleibt im Rahmen eines normalen Rads. Foto: Ulrike von Brevern

„Das ist eine sehr gute Idee, das hilft bestimmt“, lobte CDU-Ratsherr Rudolf Völler im Haupt- und Finanzausschuss eine Initiative, die ursprünglich von den Grünen eingebracht wurde. Um nachhaltige Mobilität zu fördern und eine ressourcenschonende Alternative zum Auto zu unterstützen, solle die Stadt für die Anschaffung von Lastenrädern Fördermittel in Höhe von 5000 Euro in den Haushalt für das kommende Jahr einstellen.

Hauptamtsleiter Martin Kniesel stellte zu dieser Idee die passende Förderrichtlinie vor. Demnach soll die Anschaffung eines elektrisch betriebenen Lastenrades mit bis zu 800 Euro, eines muskelbetriebenen mit bis zu 500 Euro und eines Lastenanhängers mit bis zu 100 Euro bezuschusst werden. Dabei soll die Förderung 30 Prozent des Anschaffungspreises betragen.

Völlers Fraktionskollege Matthias Pries fragte sich, ob der Förderbetrag ausreiche, um Menschen zum Kauf eines solchen Rades und vor allem zum Verzicht auf ein Auto zu animieren. Auch Völler befürchtete, dass die Förderung angesichts der Preislage auf dem Markt verpuffen könnte. Da die Förderung insgesamt aber auf die angesetzten 5000 Euro und zunächst ein Jahr begrenzt ist, empfahl der Ausschuss dem Rat die Idee einstimmig. Es sei gut, das einfach auszuprobieren, befand Martin Arenhövel. Die Grünen waren bei der Sitzung nicht vertreten.

 

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